Pränataldiagnostik: Gynäkologischer Ultraschall (Sonographie)

Liebe Patientin,

es freut uns, dass Sie sich für den gynäkologischen Ultraschall (Sonographie) interessieren. Wir wollen Ihnen im Folgenden einen Überblick über die Untersuchung geben, damit Sie sich mit den Möglichkeiten und Grenzen dieser Ultraschall-Untersuchung vertraut machen können.

Bei gynäkologischen Beschwerden oder Verdachtsbefunden im Rahmen der Vorsorge und Pränataldiagnostik ist in vielen Fällen der einfache Blick mittels Ultraschall wegweisend. Diese Untersuchung ist schmerzfrei und ohne großen Aufwand schnell verfügbar. Entweder kann bereits beruhigend Einfluss genommen werden oder eine gezielte weitere Diagnostik und Therapie eingeleitet werden. Diese Diagnostik wird in der Regel bereits in der bewährten Betreuung durch ihren Frauenarzt angeboten.

Bei Beschwerden, Auffälligkeiten und verdächtigen Befunden kooperieren viele Frauenärzte mit unserer Klinik.

Die Universitätsfrauenklinik Tübingen ist eines der größten gynäkologisch-operativen Zentren in Europa. Daher kommt der hiesigen bildgebenden Diagnostik eine besondere Bedeutung in der Indikationsstellung und OP-Planung zu. Nicht zuletzt ist beachten, dass die korrekte Erkennung von pathologischen Befunden im Bereich der Eierstöcke und Gebärmutter in erster Linie von der weitreichenden Erfahrung des Untersuchers und erst in zweiter Linie von der Gerätetechnik abhängig ist.

Im Folgenden sollen einige Beispiele der klinischen Schwerpunkte gezeigt werden:

Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut

Innerhalb der Gebärmutter können sich gutartige wie bösartige Raumforderungen bilden, welche sich meist in Blutungsstörungen symptomatisch äußern. Bei gutartigen Befunden wie z.B. Polypen kann meist mit einem geringen operativen Aufwand Hilfe geleistet werden.

Bild Endometriumpolyp_Doppler:

Unabhängig vom Ultraschall ist die Blutung nach den Wechseljahren ein frühes Verdachtsmoment für bösartige Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut, welches weiterer, häufig operativer Diagnostik bedarf.  Der Ultraschall kann durch Messung der Dicke der Schleimhaut, durch Bestimmung der Durchblutung und Beurteilung der lokalen Struktur vorab zusätzliche Hinweise sammeln, die zu einer korrekten Erkennung bösartiger Veränderungen in über 91% der Fälle führen. Auch zur Ausbreitung der Veränderungen können wichtige Zusatzinformationen gesammelt werden. Insofern hat der Ultraschall einen festen Platz in der Diagnostik und Planung operativer Schritte bei solchen Veränderungen.