Ratgeber Gynäkologische Onkologie: Gebärmutterhalskrebs

Allgemeines

Ratgeber Brustkrebs

Weltweit steht der Gebärmutterhalskrebs (medizinisch: Zervixkarzinom) bei den Krebserkrankungen der Frau und im Bereich der Gynäkologischen Onkologie an 2. Stelle, in Deutschland dank seit 1971 durchgeführter Früherkennung auf Rang 11. Dennoch erkranken in Deutschland jährlich nach Daten des Robert-Koch-Institutes zirca 6.500 Frauen und fast 1.700 versterben im Jahr daran.

Gebärmutterhalskrebs ist eine Erkrankung, die bereits bei jüngeren Frauen auftritt. Oft wird die Erkrankung im Alter zwischen 35 und 39 Jahren erkannt.

Jede 14. Frau ist bei der Diagnose sogar jünger als 30 Jahre!

Aufgrund der besseren Diagnostik (z.B. Pap-Abstrich) ist in den letzten zehn Jahren die Erkrankungsrate und die Zahl der schweren Verläufe der Erkrankung zurückgegangen. Vorstufen des Zervixkarzinoms haben allerdings zugenommen: Diese Vorstufen nennt man cervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN II + CIN III) .

Grundlagen

In der Gebärmutter können zwei verschiedene Gruppen bösartiger Tumoren entstehen:

Risikofaktoren

Als wichtigste Ursache für die Entstehung eines Zervixkarzinoms hat sich eine Infektion mit bestimmten Typen der humanen Papillomavirus (HPV) herausgestellt.

Früherkennung

Aufgrund der langsamen Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs sind die Chancen der Früherkennungsuntersuchung besonders hoch.

Symptome

Der Gebärmutterhalskrebs verursacht keine Frühsymptome.

Diagnose

Wegen der fehlenden Frühsymptome ist die jährliche Krebsvorsorge ab dem 20. Lebensjahr unverzichtbar.

Therapie

Bei den Vorstadien kommt es auf den Grad der Veränderung an.

Nachsorge

In regelmäßigen Abständen sollte eine Nachsorge erfolgen.

Prävention

Zwei HPV-Impfstoffe wurden entwickelt, die beide vor einer Infektion mit den zwei häufigsten Krebs verursachenden HPV-Typen (HPV 16 und 18) schützen.