Ratgeber Schwangerschaft

Drittes Trimenon

25. SSW

Frage 1

Ist das Färben von Haaren in den letzten Kalenderwochen der Schwangerschaft problematisch?

Bisher gibt es keine ausreichenden Belege dafür, ob die Verwendung chemischer Haarfarbe während der Schwangerschaft ungefährlich ist oder nicht. Viele Frauen verzichten daher vorsichtshalber auf das Färben der Haare.
Sollten Sie aufs Färben Ihrer Haare nicht verzichten wollen, dann haben Sie die Möglichkeit, durch einige Vorsichtsmaßnahmen selbst dafür zu sorgen, dass Sie mit den Chemikalien so wenig wie möglich in Berührung kommen. Benutzen Sie Handschuhe, lassen Sie die Farbe nicht zu lange einwirken und sorgen Sie für eine ausreichende Lüftung des Raumes.
Eine gute Alternative und in der Schwangerschaft auch unbedenklicher, ist das ausschließliche Färben von Strähnen, da die Kopfhaut hierbei mit dem Färbemittel kaum in Berührung kommt.

Frage 2

Darf ich mir in der Schwangerschaft eine Dauerwelle machen lassen?

Bedenken Sie, dass Ihre Haare während der Schwangerschaft eventuell eine unerwartete Reaktion auf die Dauerwellenflüssigkeit an den Tag legen. Sie müssen sich aber keine Sorgen machen, dass für das ungeborene Kind dadurch ein Risiko entsteht.

Frage 3

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Frage 4

Welche Folgen hat eine Verkürzung des Gebärmutterhalses für die Geburt?

Der Gebärmutterhals hat außerhalb der Schwangerschaft eine Länge von rund zwei Zentimetern und mündet in den Muttermund. Der äußere Muttermund ist der Regel bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.
Der Frauenarzt kann anhand der Ultraschalldiagnostik die Zervixlänge äußerst genau abmessen. Bei einer Verkürzung der Zervixlänge unter 2,5cm kann ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt vorliegen. Dann sind Bettruhe und regelmäßige Kontrolluntersuchungen angesagt bzw. ein Krankenhausaufenthalt nötig um wehenhemmende Substanzen zu applizieren.
Nach der 34. Schwangerschaftswoche werden die Länge des Gebärmutterhalses nicht mehr gemessen und auch vorzeitige Wehen nicht mehr gehemmt. Dann darf Ihr Kind – wenn es schon will – auf die Welt kommen.

26. SSW

Frage 1

Sind Hitzewallungen während der Schwangerschaft normal und was kann ich dagegen tun?

Die Ursachen für Hitzewallungen liegen einerseits in dem erhöhten Blutvolumen, andererseits in der gesteigerten Stoffwechselaktivität des Körpers, der die Körperwärme nach außen abgeben möchte.
Empfehlenswert ist es, sich nach dem Zwiebelschalensystem zu kleiden, d.h. mehrere dünne Kleidungsschichten übereinander tragen, die sie je nach Temperaturempfinden ausziehen können. Kalte Duschen und Fußbäder wirken zudem kühlend und erfrischend und sind insbesondere vor dem Zubettgehen neben einem kühlen, gut gelüfteten Schlafzimmer sehr ratsam.

Frage 2

Tipps gegen Krampfadern

Ø      Aktivieren Sie Ihre Muskeln in den Unterschenkeln durch sporliche Betätigung wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen
Ø      Verzichten Sie auf heiße Bäder oder häufiges Saunieren
Ø      Regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine durch kalt-warme Wechselduschen an
Ø      Fördern Die den venösen Rückstrom des Blutes durch häufigeres Hochlagern der Beine oder durch das Tragen von Thrombosestrümpfe
Ø      Vermeiden Sie enge bzw. hochhackige Schuhe und einschnürende Strümpfe
Ø     Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen müssen z.B. auf Reisen

Frage 3

Tipps gegen Sodbrennen

Ø      Setzen Sie sich zum Essen aufrecht hin
Ø      Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
Ø      Vermeiden Sie hastiges, schnelles Essen
Ø      Verzichten Sie auf stark gewürzte, fetthaltige oder gebratene Speisen
Ø      Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
Ø      Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern (Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee, fettige Speisen,…)
Ø      Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
Ø      Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
Ø      Nehmen Sie die letzte Mahlzeit mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen ein
Lagern Sie Ihren Oberkörper nachts hoch

Frage 4

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus?

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

27. SSW

Frage 1

Wie kann ich eine Gebärmuttersenkung bzw. Inkontinenz vorbeugen?

Um einer Beckenbodensenkung oder Inkontinenz nach der Geburt vorzubeugen, können Sie schon jetzt mit speziellen Übungen Ihren Beckenboden trainieren.
Die folgenden Übungen sollen Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen.
Versuchen Sie beim Einatmen in den Bauch den Beckenboden zu entspannen und ihn beim Ausatmen anzuspannen. Halten Sie bei jeder Übung die Beckenbodenmuskulatur für 10 Sekunden angespannt und denken dabei an einen imaginären Urinstrahl, denSie unterbrechen oder ein Reiskorn, das Sie in sich aufsaugen möchten. Anschließend entspannen Sie wieder für 10-15 Sekunden und wiederholen jede Übung am besten 10 Mal.
Übung 1:
(Vorbereitungsübung – damit Sie wissen, wo sich der Beckenboden überhaupt befindet):
Ziehen Sie sich bequeme Kleidung an und machen es sich dann auf der Seite bequem. Am besten Sie unterstützen Ihren Kopf mit einem Kissen. Tasten Sie nun die knöchernen Begrenzungen (Schambein, Steißbein, rechter und linker Sitzbeinhöcker).
Legen Sie einen Finger auf den Damm und spannen nun die Beckenbodenmuskulatur an. Zur Kontrolle legen Sie Ihre andere Hand ans Gesäß: Hier sollten Sie keine Spannung verspüren! Versuchen Sie nun, Schambein und Steißbein einander zu nähern.

Übung 2:
Setzen Sie sich aufrecht auf einen harten Stuhl und spannen dann den Beckenboden an. Legen Sie Ihre Hand zur Kontrolle ans Gesäß – hier spüren Sie keine Spannung! Ziehen Sie bei der Ausatmung gleichzeitig den Bauch ein. Dabei entsteht eine Spannung in der Bauchmuskulatur, diese Spannung halten und weiteratmen. Machen Sie nach 3 Atemzügen eine kurze Pause, nach 6 Atemzügen können Sie den Beckenboden locker lassen.

Übung 3: Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Beckens.Nehmen Sie den Vierfüßlerstand ein, d.h. die Hände stehen unter den Schultern, die Knie unter den Hüften. Die Fußrücken liegen auf der Unterlage. Beim Ausatmen spannen Sie den Beckenboden leicht an bzw. ziehen das Schambein zur Wirbelsäule, so dass sich das Becken aufrichtet. Beim Einatmen entspannen Sie und lassen die Wirbelsäule nach unten durchhängen.

Frage 2

Warum leide ich während der Schwangerschaft so enorm unter Wadenkrämpfen, vor allem in der Nacht?

Während der Schwangerschaft leiden viele Frauen verstärkt unter Krämpfen. Am häufigsten sind Oberschenkel, Waden oder die Füße betroffen. Meist wird ein Mangel an Magnesium dafür verantwortlich gemacht. Heißes Wetter, Blutarmut sowie Krampfadern fördern zusätzlich die Entstehung von Wadenkrämpfen.  Aufgrund des erhöhten Magnesiumsbedarfs während der Schwangerschaft und der erhöhten Ausscheidung durch verstärktes Schwitzen, ist die Einnahme eines Magnesiumpräparates während der Schwangerschaft empfehlenswert. Diesbezüglich sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt und auch eine versehentliche Überdosierung hat in aller Regel keine gravierenden Folgen. Zu beachten gilt, dass Wadenkrämpfe die nur auf einer Seite vorkommen unddie mit Rötung  und Schwellung einhergehen möglicherweise auf eine Venenentzündung hinweisen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Frage 3

Schadet Sex bzw. der Orgasmus meinem Kind?

Wie sich Ihr Liebesleben in der Schwangerschaft verändert, lässt sich im Voraus nicht sagen. Prinzipiell gilt, dass alles, was Ihnen gut tut natürlich erlaubt ist!
Denn gerade während der Schwangerschaft erleben viele Frauen die Liebe sogar als besonders lustvoll, da Klitoris und Vagina besser durchblutet sind und die Scheide feuchter ist.
Als Reaktion auf das Ejakulat kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu leichten wehenähnlichen Kontraktionen der Gebärmutter kommen, die aber nicht mit vorzeitigen, geburtseinleitenden Wehen zu verwechseln sind. Ursache ist das wehenfördernde Hormon Prostaglandin, das im Ejakulat enthalten ist (und auch im Krankenhaus in höherer Dosierung zum Einleiten genutzt wird). Und auch das Hartwerden Ihres Bauches beim Orgasmus ist völlig ungefährlich für Ihr Kleines – sehen Sie es als ein gutes Training für die Geburt!
Um den Geburtstermin herum, wenn die Gebärmutter schon wehenbereit ist, bietet sich Sex sogar als Mittel zur natürlichen Wehenstimulation an.
Es gibt nur wenige medizinische Indikationen – z.B. vorzeitige Öffnung des Muttermundes, Blutungen oder vorzeitige Wehen –, bei denen von Geschlechtsverkehr abzuraten ist. Sprechen Sie am besten offen mit Ihrer/m betreuenden Frauenärztin/arzt darüber.

28. SSW

Frage 1

Sind Hitzewallungen während der Schwangerschaft normal und was kann ich dagegen tun?

Die Ursachen für Hitzewallungen liegen einerseits in dem erhöhten Blutvolumen, andererseits in der gesteigerten Stoffwechselaktivität des Körpers, der die Körperwärme nach außen abgeben möchte.
Empfehlenswert ist es, sich nach dem Zwiebelschalensystem zu kleiden, d.h. mehrere dünne Kleidungsschichten übereinander tragen, die sie je nach Temperaturempfinden ausziehen können. Kalte Duschen und Fußbäder wirken zudem kühlend und erfrischend und sind insbesondere vor dem Zubettgehen neben einem kühlen, gut gelüfteten Schlafzimmer sehr ratsam.

Frage 2

Schadet Sex bzw. der Orgasmus meinem Kind?

Wie sich Ihr Liebesleben in der Schwangerschaft verändert, lässt sich im Voraus nicht sagen. Prinzipiell gilt, dass alles, was Ihnen gut tut natürlich erlaubt ist!
Denn gerade während der Schwangerschaft erleben viele Frauen die Liebe sogar als besonders lustvoll, da Klitoris und Vagina besser durchblutet sind und die Scheide feuchter ist.
Als Reaktion auf das Ejakulat kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu leichten wehenähnlichen Kontraktionen der Gebärmutter kommen, die aber nicht mit vorzeitigen, geburtseinleitenden Wehen zu verwechseln sind. Ursache ist das wehenfördernde Hormon Prostaglandin, das im Ejakulat enthalten ist (und auch im Krankenhaus in höherer Dosierung zum Einleiten genutzt wird). Und auch das Hartwerden Ihres Bauches beim Orgasmus ist völlig ungefährlich für Ihr Kleines – sehen Sie es als ein gutes Training für die Geburt!
Um den Geburtstermin herum, wenn die Gebärmutter schon wehenbereit ist, bietet sich Sex sogar als Mittel zur natürlichen Wehenstimulation an.
Es gibt nur wenige medizinische Indikationen – z.B. vorzeitige Öffnung des Muttermundes, Blutungen oder vorzeitige Wehen –, bei denen von Geschlechtsverkehr abzuraten ist. Sprechen Sie am besten offen mit Ihrer/m betreuenden Frauenärztin/arzt darüber.

Frage 3

Wie kann ich eine Gebärmuttersenkung bzw. Inkontinenz vorbeugen?

Um einer Beckenbodensenkung oder Inkontinenz nach der Geburt vorzubeugen, können Sie schon jetzt mit speziellen Übungen Ihren Beckenboden trainieren.
Die folgenden Übungen sollen Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen.
Versuchen Sie beim Einatmen in den Bauch den Beckenboden zu entspannen und ihn beim Ausatmen anzuspannen. Halten Sie bei jeder Übung die Beckenbodenmuskulatur für 10 Sekunden angespannt und denken dabei an einen imaginären Urinstrahl, denSie unterbrechen oder ein Reiskorn, das Sie in sich aufsaugen möchten. Anschließend entspannen Sie wieder für 10-15 Sekunden und wiederholen jede Übung am besten 10 Mal.
Übung 1:
(Vorbereitungsübung – damit Sie wissen, wo sich der Beckenboden überhaupt befindet):
Ziehen Sie sich bequeme Kleidung an und machen es sich dann auf der Seite bequem. Am besten Sie unterstützen Ihren Kopf mit einem Kissen. Tasten Sie nun die knöchernen Begrenzungen (Schambein, Steißbein, rechter und linker Sitzbeinhöcker).
Legen Sie einen Finger auf den Damm und spannen nun die Beckenbodenmuskulatur an. Zur Kontrolle legen Sie Ihre andere Hand ans Gesäß: Hier sollten Sie keine Spannung verspüren! Versuchen Sie nun, Schambein und Steißbein einander zu nähern.
Übung 2:
Setzen Sie sich aufrecht auf einen harten Stuhl und spannen dann den Beckenboden an. Legen Sie Ihre Hand zur Kontrolle ans Gesäß – hier spüren Sie keine Spannung! Ziehen Sie bei der Ausatmung gleichzeitig den Bauch ein. Dabei entsteht eine Spannung in der Bauchmuskulatur, diese Spannung halten und weiteratmen. Machen Sie nach 3 Atemzügen eine kurze Pause, nach 6 Atemzügen können Sie den Beckenboden locker lassen.
Übung 3:
Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Beckens.
Nehmen Sie den Vierfüßlerstand ein, d.h. die Hände stehen unter den Schultern, die Knie unter den Hüften. Die Fußrücken liegen auf der Unterlage. Beim Ausatmen spannen Sie den Beckenboden leicht an bzw. ziehen das Schambein zur Wirbelsäule, so dass sich das Becken aufrichtet. Beim Einatmen entspannen Sie und lassen die Wirbelsäule nach unten durchhängen.

29. SSW

Frage 1

Ich würde gerne mehr als die drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen machen lassen. Ist dies möglich?

Die Inhalte der Schwangerenvorsorge sind gesetzlich in den Mutterschaftsrichtlinien festgelegt. Von den Kassen werden die dort aufgeführten Untersuchungen gezahlt. Alle zusätzlichen Leistungen, wie etwa eine „Nackenfaltenmessung“, ein so genannter Fehlbildungsultraschall oder zusätzliche Ultraschalluntersuchungen werden ohne medizinischen Grund (Indikation) nicht von den Krankenkassen getragen. Innerhalb einer gesunden Schwangerschaft sind demnach zusätzliche Ultraschalluntersuchungen individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) Ihres Gynäkologen. Selbstverständlich ist Ihnen freigestellt, diese zusätzlichen Untersuchungen auf eigene Kosten durchführen zu lassen.

Frage 2

Sind Doppler-Ultraschalluntersuchungen nicht grundsätzlich sinnvoll?

Die Standard Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge sind ausreichend, um den Verlauf einer Schwangerschaft zu beurteilen.
Bei Mehrlingsschwangerschaften oder bei begründetem Verdacht auf eine Störung der Schwangerschaft z.B. durch einen Schwangerschaftsbluthochdruck, wird Ihr Frauenarzt/Ärztin eine Doppler-Ultraschalluntersuchung durchführen bzw. veranlassen.

Durch die Doppler-Ultraschalluntersuchung kann die Durchblutung mütterlicher und kindlicher Gefäße gemessen und damit die Funktionsfähigkeit einzelner Organe, als auch die Blutversorgung Ihres Kindes untersucht werden.

30. SSW

Frage 1

Warum leide ich während der Schwangerschaft so enorm unter Wadenkrämpfen, vor allem in der Nacht?

Während der Schwangerschaft und besonders im dritten Trimenon leiden viele Frauen verstärkt unter Krämpfen. Am häufigsten sind Oberschenkel, Waden oder die Füße betroffen. Meist wird ein Mangel an Magnesium dafür verantwortlich gemacht. Heißes Wetter, Blutarmut sowie Krampfadern fördern zusätzlich die Entstehung von Wadenkrämpfen.  Aufgrund des erhöhten Magnesiumsbedarfs während der Schwangerschaft und der erhöhten Ausscheidung durch verstärktes Schwitzen, ist die Einnahme eines Magnesiumpräparates während der Schwangerschaft empfehlenswert. Diesbezüglich sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt und auch eine versehentliche Überdosierung hat in aller Regel keine gravierenden Folgen. Zu beachten gilt, dass Wadenkrämpfe die nur auf einer Seite vorkommen unddie mit Rötung  und Schwellung einhergehen möglicherweise auf eine Venenentzündung hinweisen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Frage 2

Tipps gegen Krampfadern

Ø      Aktivieren Sie Ihre Muskeln in den Unterschenkeln durch sporliche Betätigung wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen
Ø      Verzichten Sie auf heiße Bäder oder häufiges Saunieren
Ø      Regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine durch kalt-warme Wechselduschen an
Ø      Fördern Die den venösen Rückstrom des Blutes durch häufigeres Hochlagern der Beine oder durch das Tragen von Thrombosestrümpfe
Ø      Vermeiden Sie enge bzw. hochhackige Schuhe und einschnürende Strümpfe
Ø     Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen müssen z.B. auf Reisen

Tipps gegen Sodbrennen

Ø      Setzen Sie sich zum Essen aufrecht hin
Ø      Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
Ø      Vermeiden Sie hastiges, schnelles Essen
Ø      Verzichten Sie auf stark gewürzte, fetthaltige oder gebratene Speisen
Ø      Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
Ø      Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern (Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee, fettige Speisen,…)
Ø      Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
Ø      Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
Ø      Nehmen Sie die letzte Mahlzeit mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen ein
Lagern Sie Ihren Oberkörper nachts hoch

Frage 3

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Frage 4

Welche Folgen hat eine Verkürzung des Gebärmutterhalses für die Geburt?

Der Gebärmutterhals hat außerhalb der Schwangerschaft eine Länge von rund zwei Zentimetern und mündet in den Muttermund. Der äußere Muttermund ist der Regel bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.
Der Frauenarzt kann anhand der Ultraschalldiagnostik die Zervixlänge äußerst genau abmessen. Bei einer Verkürzung der Zervixlänge unter 2,5cm kann ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt vorliegen. Dann sind Bettruhe und regelmäßige Kontrolluntersuchungen angesagt bzw. ein Krankenhausaufenthalt nötig um wehenhemmende Substanzen zu applizieren.
Nach der 34. Schwangerschaftswoche werden die Länge des Gebärmutterhalses nicht mehr gemessen und auch vorzeitige Wehen nicht mehr gehemmt. Dann darf Ihr Kind – wenn es schon will – auf die Welt kommen.

Frage 5

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus?

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

31. SSW

Frage 1

Wie kann ich eine Gebärmuttersenkung bzw. Inkontinenz vorbeugen?

Um einer Beckenbodensenkung oder Inkontinenz nach der Geburt vorzubeugen, können Sie schon jetzt mit speziellen Übungen Ihren Beckenboden trainieren.
Die folgenden Übungen sollen Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen.
Versuchen Sie beim Einatmen in den Bauch den Beckenboden zu entspannen und ihn beim Ausatmen anzuspannen. Halten Sie bei jeder Übung die Beckenbodenmuskulatur für 10 Sekunden angespannt und denken dabei an einen imaginären Urinstrahl, denSie unterbrechen oder ein Reiskorn, das Sie in sich aufsaugen möchten. Anschließend entspannen Sie wieder für 10-15 Sekunden und wiederholen jede Übung am besten 10 Mal.
Übung 1:
(Vorbereitungsübung – damit Sie wissen, wo sich der Beckenboden überhaupt befindet):
Ziehen Sie sich bequeme Kleidung an und machen es sich dann auf der Seite bequem. Am besten Sie unterstützen Ihren Kopf mit einem Kissen. Tasten Sie nun die knöchernen Begrenzungen (Schambein, Steißbein, rechter und linker Sitzbeinhöcker).
Legen Sie einen Finger auf den Damm und spannen nun die Beckenbodenmuskulatur an. Zur Kontrolle legen Sie Ihre andere Hand ans Gesäß: Hier sollten Sie keine Spannung verspüren! Versuchen Sie nun, Schambein und Steißbein einander zu nähern.
Übung 2:
Setzen Sie sich aufrecht auf einen harten Stuhl und spannen dann den Beckenboden an. Legen Sie Ihre Hand zur Kontrolle ans Gesäß – hier spüren Sie keine Spannung! Ziehen Sie bei der Ausatmung gleichzeitig den Bauch ein. Dabei entsteht eine Spannung in der Bauchmuskulatur, diese Spannung halten und weiteratmen. Machen Sie nach 3 Atemzügen eine kurze Pause, nach 6 Atemzügen können Sie den Beckenboden locker lassen.
Übung 3:
Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Beckens.
Nehmen Sie den Vierfüßlerstand ein, d.h. die Hände stehen unter den Schultern, die Knie unter den Hüften. Die Fußrücken liegen auf der Unterlage. Beim Ausatmen spannen Sie den Beckenboden leicht an bzw. ziehen das Schambein zur Wirbelsäule, so dass sich das Becken aufrichtet. Beim Einatmen entspannen Sie und lassen die Wirbelsäule nach unten durchhängen.

Frage 2

Warum leide ich während der Schwangerschaft so enorm unter Wadenkrämpfen, vor allem in der Nacht?

Während der Schwangerschaft leiden viele Frauen verstärkt unter Krämpfen. Am häufigsten sind Oberschenkel, Waden oder die Füße betroffen. Meist wird ein Mangel an Magnesium dafür verantwortlich gemacht. Heißes Wetter, Blutarmut sowie Krampfadern fördern zusätzlich die Entstehung von Wadenkrämpfen.  Aufgrund des erhöhten Magnesiumsbedarfs während der Schwangerschaft und der erhöhten Ausscheidung durch verstärktes Schwitzen, ist die Einnahme eines Magnesiumpräparates während der Schwangerschaft empfehlenswert. Diesbezüglich sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt und auch eine versehentliche Überdosierung hat in aller Regel keine gravierenden Folgen. Zu beachten gilt, dass Wadenkrämpfe die nur auf einer Seite vorkommen unddie mit Rötung  und Schwellung einhergehen möglicherweise auf eine Venenentzündung hinweisen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

32. SSW

Frage 1

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit Kopf nach oben noch drehen?

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen.
So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.

Frage 2

Ist die Verwendung von abschwellend wirkendem Nasenspray während der Schwangerschaft gefährlich?

Sie sollten auf alle Fälle bevorzugt Meerwasser- oder Kochsalzsprays verwenden. Bei starkem Schnupfen können Sie auf ein niedrig konzentriertes abschwellend wirkendes Nasenspray zurückgreifen. Voraussetzung ist jedoch eine zurückhaltende Dosierung und eine zeitlich begrenzte Verwendung. In aller Regel reichen schon geringe Konzentrationen zur Linderung der Symptome aus ohne den Körper in Mitleidenschaft zu ziehen. Nasensprays haben nicht nur lokal, sondern im gesamten Körper leicht gefäßverengende Auswirkung. Dies betrifft auch die Blutgefäße der Plazenta. Problematisch wird dies jedoch erst bei langfristiger Verwendung.Alternativen sind Erkältungsbäder oder  erkältungslindernde Salben. Die natürlichen Wirkstoffe der Nasensalben und Inhalierstifte sind unbedenklich. Ihre abschwellende und kühlende Wirkung fördert die Sauerstoffaufnahme durch die in ihrer Funktion beeinträchtigte Nasenschleimhaut.

Frage 3

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus?

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

33. SSW

Frage 1

Trotz Müdigkeit leide ich unter enormen Schlafstörungen. Was kann ich dagegen tun?

Schlafstörungen in der Schwangerschaft können sehr belastend sein. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, umso größer und störender wird der Bauchumfang und umso schwieriger kann es sein, eine angenehme Position zum Liegen bzw. Schlafen zu finden. Wenn Sie bisher gerne in Bauchlage geschlafen haben, müssen Sie nun neue Schlafpositionen ausprobieren. Außerdem kann der Schlaf durch Sodbrennen, Schweißausbrüche, Wadenkrämpfe und verstärkten Harndrang sowie Bewegungen des Kindes gestört werden.
Versuchen Sie Einschlafrituale zu entwickeln - etwa einen beruhigenden Gute-Nacht-Tee mit Baldrian, Lavendelduft im Schlafzimmer oder entspannende Meditationsmusik. Die Einnahme von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln, Drogen und Alkohol ist während der Schwangerschaft absolut verboten.

Frage 2

Tipps gegen Krampfadern

Ø      Aktivieren Sie Ihre Muskeln in den Unterschenkeln durch sporliche Betätigung wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen
Ø      Verzichten Sie auf heiße Bäder oder häufiges Saunieren
Ø      Regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine durch kalt-warme Wechselduschen an
Ø      Fördern Die den venösen Rückstrom des Blutes durch häufigeres Hochlagern der Beine oder durch das Tragen von Thrombosestrümpfe
Ø      Vermeiden Sie enge bzw. hochhackige Schuhe und einschnürende Strümpfe
Ø     Tragen Sie Thrombosestrümpfe, wenn Sie lange stehen oder sitzen müssen z.B. auf Reisen

Tipps gegen Sodbrennen

Ø      Setzen Sie sich zum Essen aufrecht hin
Ø      Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
Ø      Vermeiden Sie hastiges, schnelles Essen
Ø      Verzichten Sie auf stark gewürzte, fetthaltige oder gebratene Speisen
Ø      Trinken Sie eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise Fenchel-, Melissen-, oder Kamillentee
Ø      Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die die Produktion der Magensäure fördern (Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee, fettige Speisen,…)
Ø      Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
Ø      Gönnen Sie sich nach den Mahlzeiten eine Ruhepause
Ø      Nehmen Sie die letzte Mahlzeit mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen ein
Lagern Sie Ihren Oberkörper nachts hoch

Frage 3

Warum leide ich während der Schwangerschaft so enorm unter Wadenkrämpfen, vor allem in der Nacht?

Während der Schwangerschaft leiden viele Frauen verstärkt unter Krämpfen. Am häufigsten sind Oberschenkel, Waden oder die Füße betroffen. Meist wird ein Mangel an Magnesium dafür verantwortlich gemacht. Heißes Wetter, Blutarmut sowie Krampfadern fördern zusätzlich die Entstehung von Wadenkrämpfen.  Aufgrund des erhöhten Magnesiumsbedarfs während der Schwangerschaft und der erhöhten Ausscheidung durch verstärktes Schwitzen, ist die Einnahme eines Magnesiumpräparates während der Schwangerschaft empfehlenswert. Diesbezüglich sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt und auch eine versehentliche Überdosierung hat in aller Regel keine gravierenden Folgen. Zu beachten gilt, dass Wadenkrämpfe die nur auf einer Seite vorkommen unddie mit Rötung  und Schwellung einhergehen möglicherweise auf eine Venenentzündung hinweisen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Frage 4

Inwiefern wirken sich Feigwarzen auf die Gesundheit meines Babys aus?

Während der Schwangerschaft können Feigwarzen vermehrt wachsen. Nur sehr selten wachsen sie zu einer Größe an, die eine normale Geburt unmöglich machen. Häufig bilden sich die Warzen nach der Entbindung wieder zurück, so dass auf eine weitere Behandlung verzichtet werden kann.  Das Kind kann sich bei der Geburt mit dem in den Warzen befindlichen Papilloma-Virus (HP-Virus) anstecken, da dieser Virus hochinfektiös ist. Als Folge einer Infektion kann es beim Kind im Kehlkopfbereich zu einer - an sich harmlosen - Bildung von Warzen kommen, die meistens chirurgisch entfernt werden müssen. Die Übertragung ist allerdings so selten, dass bei Vorliegen von Feigwarzen nicht zu einem Kaiserschnitt geraten werden muss, solange diese den Geburtsweg nicht blockieren.
Eine Behandlung der Feigwarzen um die 34. SSW ist sinnvoll. Zu diesem Zeitpunkt kann eine vollständige Abheilung vor der Geburt  gewährleistet und ein Auftreten neuer Warzen möglichst ausgeschlossen werden.
Auch Ihr Partner muss sich untersuchen lassen. Männer, die das Virus tragen, haben oft keine Beschwerden. Sie können aber die Partnerin beim Geschlechtsverkehr anstecken.
Die erfolgreichste Therapie liegt in einer Entfernung der Warzen per Laser bzw. Elektokoalgulation. Sie können auch durch Verätzung oder Kälteanwendung behandelt werden.

Frage 5

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Frage 6

Wie sieht es mit Radfahren während der Schwangerschaft aus?

Prinzipiell ist Radfahren eine äußerst günstige Sportart für die Zeit der Schwangerschaft. Durch die Bewegung Ihrer Beine werden die Muskeln angespannt und damit der Blutrückstrom zu Ihrem Herzen gefördert. Dies wirkt der Entstehung von Krampfadern aktiv entgegen. Wenn sich bereits an Gewicht zugenommen haben, nimmt Ihnen der Drahtesel einen Teil der Last ab. Deshalb ist Radfahren gerade auch bei Übergewicht in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da Ihre Gelenke durch den reduzierten Gewichtsdruck geschont werden.
Neben Radfahren, Schwimmen und Aqua-Fitness sind Spazierengehen, Wandern bis 1300 m Höhe (trainierte Schwangere dürfen auch bis 2.000m aufsteigen), Walking, sanftes Joggen, Aerobic sowie mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer beraten!) empfehlenswert. Oder versuchen Sie es mal mit leichtem Tanzen! Ihr Kleines wird sich über die wiegenden Bewegungen freuen!

34. SSW

Frage 1

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Frage 2

Werde ich einen Blasensprung auf jeden Fall bemerken? 

Nein, nicht zwangsläufig wird ein Blasensprung auch als solcher erkannt.
Bei einem Blasenriss kann nur ein sehr kleiner, weit oberhalb vom inneren Muttermund lokalisierter (hoher Blasensprung) Riss in der Fruchtblase vorliegen. Dieser kann sich mitunter auch von selbst wieder schließen, ohne das Fruchtwasser austritt und daher unbemerkt bleiben. Es kann auch sein, dass das austretende Fruchtwasser für Ausfluss gehalten und der Verlust aufgrund ausreichender Nachproduktion von Fruchtwasser im Ultraschallbild nicht erkannt wird. Aufgrund der undichten Fruchtblase ist jedoch das Infektionsrisiko enorm erhöht. Daher ist bei der geringsten Vermutung eines Fruchtwasserverlustes eine Untersuchung auf Vorhandensein von Fruchtwasser in der Scheide notwendig. Dies kann entweder mittels eines geeigneten Tests aus der Apotheke (Lackmuspapier) oder durch Ihren Frauenarzt vorgenommen werden.

Frage 3

Meine Plazenta sitzt vor dem inneren Muttermund – ist so überhaupt eine normale Geburt möglich?

Bei einer von 200 Schwangerschaften sitzt die Plazenta „vor dem Wege“ (= Plazenta praevia), d.h. in der unmittelbaren Nähe oder direkt vor dem inneren Muttermund.
Überdeckt der Mutterkuchen komplett den inneren Muttermund (Plazenta praevia totalis), ist einerseits aufgrund des versperrten Geburtsweges andererseits wegen einer möglicherweise lebensbedrohlichen Blutung bei Auftreten von Geburtswehen ein Kaiserschnitt notwendig.
Reicht die Plazenta nur an den Rand (Plazenta praevia marginalis) oder überdeckt den inneren Muttermund nur zum Teil (Plazenta praevia partialis), dann ist die Gefahr einer.lebensbedrohlichen Blutung bei Wehentätigkeit deutlich geringer. Dennoch kann auch hier eine Schnittentbindung nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine konsequente Überwachung des Verlaufs der Spätschwangerschaft  äußerst wichtig und eine Vorstellung bei Ihrem Frauenarzt bei jeder Blutung indiziert.

Frage 4

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen? 

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Frage 5

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit  Kopf nach oben noch drehen? 

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen.
So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.

35. SSW

Frage 1

Ich hatte bereits einen Kaiserschnitt. Habe ich die Option, diesmal normal zu entbinden?  

Natürlich ist hierbei der Grund für die damalige Schnittentbindung (Sectio) von Bedeutung. Sollte sich daran nichts geändert haben, etwa weil ein zu enger mütterlicher Beckenbau vorliegt, wird auch für weitere Entbindungen ein Kaiserschnitt die Geburtsmethode der Wahl bleiben. War der Grund alleine an die erste Schwangerschaft geknüpft, beispielsweise aufgrund einer Beckenendlage des Kindes oder eines Geburtsstillstandes, gibt es in aller Regel keine Einwände gegen eine vaginale Entbindung. Das Risiko für einen Riss der alten Gebärmutternaht ist äußerst gering.
Nach bisherigem Stand sind die Erfolgschancen für eine Spontangeburt nach einer Kaiserschnittgeburt 60-80%.

Frage 2

Habe ich auch ohne medizinische Notwendigkeit das Recht auf einen Kaiserschnitt?

Prinzipiell dürfen Sie sich für einen „Wunsch-Kaiserschnitt“, d.h. einen Kaiserschnitt ohne medizinische Notwendigkeit, entscheiden. Da dieser jedoch aus rechtlicher  Sicht eine Körperverletzung darstellt, kann der Arzt die Durchführung des Eingriffs ablehnen, wenn seines Erachtens keine medizinische Berechtigung dafür vorliegt. Besprechen Sie dies mit Ihrem Frauenarzt und informieren Sie Ihn über Ihre Bedenken und Ängste bezüglich der Geburt.

Frage 3

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit Kopf nach oben noch drehen? 

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen. So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.

Frage 4

Wird die Gesundheit meines Babys durch eine Windpocken-Infektion in den letzten Schwangerschaftswochen gefährdet? 

Während der gesamten Schwangerschaft ist eine Übertragung der Windpockenviren von der erkrankten Mutter auf Ihr Baby kann über den Mutterkuchen (diaplazentar) möglich. Die Art einer möglichen Schädigung hängt dabei vom Zeitpunkt der Infektion ab. Mögliche Auswirkungen gehen von einer symptomlose Infektion bis hin zur Fehlgeburt. Da bei einer Infektion nur in etwa 20-25% mit einer Übertragung auf das Ungeborene gerechnet werden muss und von diesen Kindern wiederum nur ein Bruchteil Schädigungen davonträgt, wird eine gesundheitliche Schädigung nur in 1-2% aller Windpockenerkrankungen in der Schwangerschaft gefunden.
Eine deutlich erhöhte Gefährdung besteht bei Kindern, deren Mutter fünf Tage vor bis zwei Tage nach Entbindung erkennbar an Windpocken erkranken. Daher versucht man im Falle einer Erkrankung der Mutter die Entbindung durch Wehenhemmung möglichst weit nach hinten zu verschieben. Sollte die Geburt aber unaufhaltsam sein, wird in diesem Fall unverzüglich nach der Geburt eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen durchgeführt und eine antivirale Therapie begonnen.

Frage 5

Ist ein oftmals harter Bauch in der späten Schwangerschaft ein Hinweis darauf, dass mein Baby jetzt früher zur Welt kommt?

Ein harter Bauch ist charakteristisch für die letzten Schwangerschaftswochen. Diese so genannten  Senkwehen werden meist als unangenehmes Ziehen wahrgenommen, gehen mit häufigem Gang zur Toilette einher und sind in aller Regel noch etwas ausgeprägter als Vorwehen. Sie weisen darauf hin, dass der Kopf des Fetus tiefer in das kleine Becken der Mutter rutscht und damit eine günstige Geburtslage einnimmt. Wann genau ihr Baby zur Welt kommen wird, lässt sich jedoch anhand der Senkwehen (leider) nicht vorhersagen.

Frage 6

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen? 

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Frage 7

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Frage 8

Werde ich einen Blasensprung auf jeden Fall bemerken?

Nein, nicht zwangsläufig wird ein Blasensprung auch als solcher erkannt.
Bei einem Blasenriss kann nur ein sehr kleiner, weit oberhalb vom inneren Muttermund lokalisierter (hoher Blasensprung) Riss in der Fruchtblase vorliegen. Dieser kann sich mitunter auch von selbst wieder schließen, ohne das Fruchtwasser austritt und daher unbemerkt bleiben. Es kann auch sein, dass das austretende Fruchtwasser für Ausfluss gehalten und der Verlust aufgrund ausreichender Nachproduktion von Fruchtwasser im Ultraschallbild nicht erkannt wird. Aufgrund der undichten Fruchtblase ist jedoch das Infektionsrisiko enorm erhöht. Daher ist bei der geringsten Vermutung eines Fruchtwasserverlustes eine Untersuchung auf Vorhandensein von Fruchtwasser in der Scheide notwendig. Dies kann entweder mittels eines geeigneten Tests aus der Apotheke (Lackmuspapier) oder durch Ihren Frauenarzt vorgenommen werden.

36. SSW

Frage 1

Während der Schwangerschaft habe ich enorm mit Hämorrhoiden zu kämpfen. Bilden diese sich nach der Geburt zurück? 

Gegen Ende der Schwangerschaft  können die Wassereinlagerung im Gewebe, die rasche Gewichtszunahme und die zunehmende Immobilität den Blutrückfluss in den Gefäßen zum Herzen verzögern. Der Druck auf die Blutgefäße des Enddarms, bedingt durch die Gebärmutter und den Kopf des Fetus sowie ein extrem gesteigertes Blutvolumen, führen zu sichtbaren, teilweise blutenden Krampfadern im Bereich des Afters. Diese Faktoren sowie extreme Verstopfung begünstigen die Entstehung von Hämorrhoiden. Um Hämorrhoiden vorzubeugen, helfen oftmals eine ballaststoffreiche Ernährung und reichlich Flüssigkeit. Auch Sitzbäder mit Kamille können die Symptome abklingen lassen. In aller Regel ist mit einem Rückgang der Hämorrhoiden nach der Schwangerschaft bzw. der Geburt zu rechnen.

Frage 2

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen? 

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Frage 3

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Frage 4

Werde ich einen Blasensprung auf jeden Fall bemerken?

Nein, nicht zwangsläufig wird ein Blasensprung auch als solcher erkannt.
Bei einem Blasenriss kann nur ein sehr kleiner, weit oberhalb vom inneren Muttermund lokalisierter (hoher Blasensprung) Riss in der Fruchtblase vorliegen. Dieser kann sich mitunter auch von selbst wieder schließen, ohne das Fruchtwasser austritt und daher unbemerkt bleiben. Es kann auch sein, dass das austretende Fruchtwasser für Ausfluss gehalten und der Verlust aufgrund ausreichender Nachproduktion von Fruchtwasser im Ultraschallbild nicht erkannt wird. Aufgrund der undichten Fruchtblase ist jedoch das Infektionsrisiko enorm erhöht. Daher ist bei der geringsten Vermutung eines Fruchtwasserverlustes eine Untersuchung auf Vorhandensein von Fruchtwasser in der Scheide notwendig. Dies kann entweder mittels eines geeigneten Tests aus der Apotheke (Lackmuspapier) oder durch Ihren Frauenarzt vorgenommen werden.

Frage 5

Wird mein Kind sich aus seiner momentanen Lage mit  Kopf nach oben noch drehen? 

Die Beckenendlage (Steißlage) ist im Verlauf der Schwangerschaft eine ganz normale Lage, die der Embryo immer wieder mal einnimmt und immer wieder mal gegen andere Positionen eintauscht. Allerdings: Je größer das ungeborene Kind wird, desto weniger Platz bleibt im Mutterleib für turbulente Drehungen und Wendungen.
So wird eine Beckenendlage bei der 2. Ultraschalluntersuchung noch in ca. 50% beobachtet.
Ungefähr ab der 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. Nur 3-5% aller Babys liegen um den errechneten Termin tatsächlich noch in Beckenendlage - d.h. die anderen 5-7% ändern tatsächlich noch kurz vor der Geburt ihre Lage.
Es gibt verschiedene Methoden, das Kind in Schädellage zu bringen. Die Akupunktur und homöopathische Mittel werden erfolgreich zur Wendung von Beckenendlagen verwendet. Bleiben diese Methoden erfolglos, bestehen noch die Möglichkeiten einer Drehung durch das geburtshilfliche Team unter Gabe von wehenhemmenden Mitteln. Generell wird bei Beckenendlagen heute meist ein Kaiserschnitt durchgeführt, aber auch eine normale Geburt aus Beckenendlage ist möglich.

37. SSW

Frage 1

Kann Baden zu Wehen führen?

Warmes Wasser kann zwar tatsächlich schon vorhandene echte Wehen verstärken, allerdings nur, wenn bei Ihnen Hinweise auf einen vorzeitigen Blasensprung oder vorzeitige Wehen bestehen. Daher bietet sich ein Vollbad um den Entbindungstermin herum als so genannter Wehentest an, da Vorwehen, d.h. unechte Wehen, durch die Entspannung im warmen Wasser abgeschwächte werden.
Um Ihren Kreislauf durch einen zu starken Blutdruckabfall nicht zu sehr zu strapazieren, sollten Sie aber nicht zu heiß baden.

Frage 2

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen? 

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Frage 3

Kann eine Pilzinfektion der Scheide die Gesundheit meines Babys beeinträchtigen? 

Die Besiedelung unseres Körpers mit Pilzen ist physiologisch. Sie werden durch das körpereigene Immunsystem in ihrer Ausbreitung kontrolliert. Aufgrund einer Störung des Immunsystems bzw. Störung des physiologischen Milieus können sich Pilze unkontrolliert vermehren. Es kommt zu einer Pilzinfektion. Bei 30-40% der Schwangeren manifestiert sich diese im Genitalbereich. Dadurch, dass Pilzinfektionen den pH-Wert der Scheide nicht verändern, sind sie nicht durch eine pH-Messung erfassbar. Meist klagen die Schwangeren über Juckreiz und Brennen und es finden sich weißliche Beläge in der Scheide.
Beim Durchtritt durch den Geburtskanal können Pilzinfektionen der Scheide auf das Kind übertragen werden. Zu etwa 80 Prozent werden die Hefepilze auf die Haut des Neugeborenen übertragen und von dort können sie leicht die Mundhöhle und den Verdauungstrakt besiedeln. Dies spielt vor allem bei Frühgeborenen eine Rolle. Es  wird daher empfohlen, bei Schwangeren ab der 34. Schwangerschaftswoche, verstärkt auf eine Pilzinfektion zu achten und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Frage 4

Werde ich einen Blasensprung auf jeden Fall bemerken?

Nein, nicht zwangsläufig wird ein Blasensprung auch als solcher erkannt.
Bei einem Blasenriss kann nur ein sehr kleiner, weit oberhalb vom inneren Muttermund lokalisierter (hoher Blasensprung) Riss in der Fruchtblase vorliegen. Dieser kann sich mitunter auch von selbst wieder schließen, ohne das Fruchtwasser austritt und daher unbemerkt bleiben. Es kann auch sein, dass das austretende Fruchtwasser für Ausfluss gehalten und der Verlust aufgrund ausreichender Nachproduktion von Fruchtwasser im Ultraschallbild nicht erkannt wird. Aufgrund der undichten Fruchtblase ist jedoch das Infektionsrisiko enorm erhöht. Daher ist bei der geringsten Vermutung eines Fruchtwasserverlustes eine Untersuchung auf Vorhandensein von Fruchtwasser in der Scheide notwendig. Dies kann entweder mittels eines geeigneten Tests aus der Apotheke (Lackmuspapier) oder durch Ihren Frauenarzt vorgenommen werden.

Frage 5

Ist ein oftmals harter Bauch in der späten Schwangerschaft ein Hinweis darauf, dass mein Baby jetzt früher zur Welt kommt?

Ein harter Bauch ist charakteristisch für die letzten Schwangerschaftswochen. Diese so genannten  Senkwehen werden meist als unangenehmes Ziehen wahrgenommen, gehen mit häufigem Gang zur Toilette einher und sind in aller Regel noch etwas ausgeprägter als Vorwehen. Sie weisen darauf hin, dass der Kopf des Fetus tiefer in das kleine Becken der Mutter rutscht und damit eine günstige Geburtslage einnimmt. Wann genau ihr Baby zur Welt kommen wird, lässt sich jedoch anhand der Senkwehen (leider) nicht vorhersagen.

Frage 6

Wird die Gesundheit meines Babys durch eine Windpocken-Infektion in den letzten Schwangerschaftswochen gefährdet? 

Während der gesamten Schwangerschaft ist eine Übertragung der Windpockenviren von der erkrankten Mutter auf Ihr Baby kann über den Mutterkuchen (diaplazentar) möglich. Die Art einer möglichen Schädigung hängt dabei vom Zeitpunkt der Infektion ab. Mögliche Auswirkungen gehen von einer symptomlose Infektion bis hin zur Fehlgeburt. Da bei einer Infektion nur in etwa 20-25% mit einer Übertragung auf das Ungeborene gerechnet werden muss und von diesen Kindern wiederum nur ein Bruchteil Schädigungen davonträgt, wird eine gesundheitliche Schädigung nur in 1-2% aller Windpockenerkrankungen in der Schwangerschaft gefunden.
Eine deutlich erhöhte Gefährdung besteht bei Kindern, deren Mutter fünf Tage vor bis zwei Tage nach Entbindung erkennbar an Windpocken erkranken. Daher versucht man im Falle einer Erkrankung der Mutter die Entbindung durch Wehenhemmung möglichst weit nach hinten zu verschieben. Sollte die Geburt aber unaufhaltsam sein, wird in diesem Fall unverzüglich nach der Geburt eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen durchgeführt und eine antivirale Therapie begonnen.

38. SSW

Frage 1

Welche Methoden gibt es um Wehen auszulösen?

Ob nun das Kind oder die Mutter den Zeitpunkt der Geburt bestimmt, ist eine noch ungelöste Frage der Wissenschaft. Beide haben am Wehenbeginn Teil. Glücklich wähnen sich alle Schwangeren, bei denen geburtswirksame Wehen einige Tage vor dem Termin einsetzen. Sie entgehen der gut gemeinten Anteilnahme von Familie und Freunden, die täglich hinterfragen, ob denn noch alles in Ordnung sein kann, wenn sich das Kind scheinbar etwas verspätet. Bewiesen sind in ihrer Wirksamkeit nur wenige der im folgenden genannten „Hausmittel“, jedoch dürfen wir den Nutzen einer suggestiven Wirkung nicht unterschätzen, oder mit einfacheren Worten: „Der Glaube kann Berge versetzen – und vielleicht auch Wehen anschubsen...“,  „ Mit Liebe gezeugt - mit Liebe geboren“ ist eine aktive und vielfach praktizierte Strategie zur Wehenanregung. Diskutiert wird dabei die Wirkung der in der Samenflüssigkeit angereicherten Prostaglandine des Mannes, die nach dem Geschlechtsverkehr am Muttermund der Frau ihre Wirkung entfalten sollen. Additiv soll das durch die Stimulation der Brustwarzen ausgeschüttet Hormon „Oxytocin“ Kontraktionen auslösen. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung zur Wirksamkeit der Methode, wollen wir Ihnen hier bewusst vorenthalten und erwähnen, dass Paare, die kurz vor der Entbindung keine Lust auf Geschlechtsverkehr haben, wissenschaftlich gesehen kein Versäumnis provozieren. Manche Paare versuchen es pragmatisch mit gemeinsamem Treppensteigen, andere nehmen lieber Substanzen, wie Kaffee, schwarzer Tee, Cola, chininhaltige Getränke (Bitter Lemon, Tonic Water), Tee aus Himbeer- und Brombeerblättern, Schafgarbe, Eisen- oder Wermutkraut; spezielle Aromaöle aus Ingwer, Zimt, Rosmarin oder Nelke ein. Ein sogenannter „Wehencocktail“ (er enthält Rizinusöl, Orangen- oder Aprikosensaft, Mandelmus, Eisenkraut und ggf. Sekt) sind, wie auch der in unserer Zeit unpopuläre Einlauf,  durchaus valide Instrumente eine Wehenbereitschaft in muttermundswirksame Wehen zu wandeln. Aber Vorsicht: Eine Geburtseinleitung bedarf einer ärztlichen Indikation und sollte – wenn überhaupt – unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, um die Wirkung der angeregten Wehen auf das Kind zu beurteilen.

Frage 2

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen? 

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

Frage 3

Wird die Gesundheit meines Babys durch eine Windpocken-Infektion in den letzten Schwangerschaftswochen gefährdet? 

Während der gesamten Schwangerschaft ist eine Übertragung der Windpockenviren von der erkrankten Mutter auf Ihr Baby kann über den Mutterkuchen (diaplazentar) möglich. Die Art einer möglichen Schädigung hängt dabei vom Zeitpunkt der Infektion ab. Mögliche Auswirkungen gehen von einer symptomlose Infektion bis hin zur Fehlgeburt. Da bei einer Infektion nur in etwa 20-25% mit einer Übertragung auf das Ungeborene gerechnet werden muss und von diesen Kindern wiederum nur ein Bruchteil Schädigungen davonträgt, wird eine gesundheitliche Schädigung nur in 1-2% aller Windpockenerkrankungen in der Schwangerschaft gefunden.
Eine deutlich erhöhte Gefährdung besteht bei Kindern, deren Mutter fünf Tage vor bis zwei Tage nach Entbindung erkennbar an Windpocken erkranken. Daher versucht man im Falle einer Erkrankung der Mutter die Entbindung durch Wehenhemmung möglichst weit nach hinten zu verschieben. Sollte die Geburt aber unaufhaltsam sein, wird in diesem Fall unverzüglich nach der Geburt eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen durchgeführt und eine antivirale Therapie begonnen.

39. SSW

Frage 1

Welche Methoden gibt es um Wehen auszulösen?

Ob nun das Kind oder die Mutter den Zeitpunkt der Geburt bestimmt, ist eine noch ungelöste Frage der Wissenschaft. Beide haben am Wehenbeginn Teil. Glücklich wähnen sich alle Schwangeren, bei denen geburtswirksame Wehen einige Tage vor dem Termin einsetzen. Sie entgehen der gut gemeinten Anteilnahme von Familie und Freunden, die täglich hinterfragen, ob denn noch alles in Ordnung sein kann, wenn sich das Kind scheinbar etwas verspätet. Bewiesen sind in ihrer Wirksamkeit nur wenige der im folgenden genannten „Hausmittel“, jedoch dürfen wir den Nutzen einer suggestiven Wirkung nicht unterschätzen, oder mit einfacheren Worten: „Der Glaube kann Berge versetzen – und vielleicht auch Wehen anschubsen... „

„Mit Liebe gezeugt - mit Liebe geboren“ ist eine aktive und vielfach praktizierte Strategie zur Wehenanregung. Diskutiert wird dabei die Wirkung der in der Samenflüssigkeit angereicherten Prostaglandine des Mannes, die nach dem Geschlechtsverkehr am Muttermund der Frau ihre Wirkung entfalten sollen. Additiv soll das durch die Stimulation der Brustwarzen ausgeschüttet Hormon „Oxytocin“ Kontraktionen auslösen. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung zur Wirksamkeit der Methode, wollen wir Ihnen hier bewusst vorenthalten und erwähnen, dass Paare, die kurz vor der Entbindung keine Lust auf Geschlechtsverkehr haben, wissenschaftlich gesehen kein Versäumnis provozieren. Manche Paare versuchen es pragmatisch mit gemeinsamem Treppensteigen, andere nehmen lieber Substanzen, wie Kaffee, schwarzer Tee, Cola, chininhaltige Getränke (Bitter Lemon, Tonic Water), Himbeer- oder Brombeertee , Eisen- oder Wermutkraut; spezielle Aromaöle aus Ingwer, Zimt, Rosmarin oder Nelke ein. Ein sogenannter „Wehencocktail“ (er enthält Rizinusöl, Orangen- oder Aprikosensaft, Mandelmus, Eisenkraut und ggf. Sekt) sind, wie auch der in unserer Zeit unpopuläre Einlauf,  durchaus valide Instrumente eine Wehenbereitschaft in muttermundswirksame Wehen zu wandeln. Aber Vorsicht: Eine Geburtseinleitung bedarf einer ärztlichen Indikation und sollte – wenn überhaupt – unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, um die Wirkung der angeregten Wehen auf das Kind zu beurteilen.

Frage 2

Aus welchem Grund sollte man  in den letzten Schwangerschaftswochen nicht auf dem Rücken schlafen? 

In Rückenlage drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf die Vena Cava (große Hohlvene), die von Ihnen aus rechts gesehen neben der Wirbelsäule zum Herzen läuft. Hierdurch kann die mütterliche und kindliche Blutversorgung vermindert werden, was Sie beispielsweise als Schwindel verspüren können. Durch häufiges Liegen bzw. Schlafen in Rückenlage kann es durch den behinderten Blutrückfluss zum Herzen auch vermehrt zu Wassereinlagerungen in Ihrem Körper und zu Ausbildung von Krampfadern kommen.
In erster Linie besteht jedoch die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung der Gebärmutter bzw. des Mutterkuchens und folglich des Babys. Versuchen Sie sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wenn möglich meist in (Links-) Seitenlage hinzulegen – so vermeiden Sie eine Kompression der großen Hohlvene.

40. SSW

Frage 1

Wie kann ich Haarausfall nach der Geburt entgegenwirken?

Je nachdem wie der erhöhte Östrogenspiegel während der Schwangerschaft Ihren Haaren mehr Glanz und Dicke verliehen hat, kann der starke Östrogenabfall nach der Geburt einen gesteigerten Haarausfall bewirken. Dies ist eine gewöhnliche Reaktion und kein Grund zur Sorge. Ihre Haare werden letztendlich wieder ihren ursprünglichen Zustand erreichen.
Bei manchen Frauen kommt es auch als Reaktion auf den physiologischen Stress nach der Geburt zu einem mehr oder weniger starken Haarausfall. Dieser Haarausfall kann sich über einige Monate hinziehen, hört dann aber von alleine wieder auf. Schon während dieser Zeit beginnt das Haar neu zu wachsen. Da auch die Art der Ernährung den Haarausfall zu beeinflussen scheint, ist hier – wie überhaupt – eine möglichst abwechslungsreiche, qualitativ gute Kost grundsätzlich empfehlenswert.
Wenn der Haarverlust so stark oder anhaltend ist, dass „Schwangerschaft und Geburt” als Erklärung nicht ausreichen, sollten Sie dies abklären lassen. Ob Sie stillen oder nicht hat keinen Einfluss auf Haarausfall

Frage 2

Welche Methoden gibt es um Wehen auszulösen?

Ob nun das Kind oder die Mutter den Zeitpunkt der Geburt bestimmt, ist eine noch ungelöste Frage der Wissenschaft. Beide haben am Wehenbeginn Teil. Glücklich wähnen sich alle Schwangeren, bei denen geburtswirksame Wehen einige Tage vor dem Termin einsetzen. Sie entgehen der gut gemeinten Anteilnahme von Familie und Freunden, die täglich hinterfragen, ob denn noch alles in Ordnung sein kann, wenn sich das Kind scheinbar etwas verspätet. Bewiesen sind in ihrer Wirksamkeit nur wenige der im folgenden genannten „Hausmittel“, jedoch dürfen wir den Nutzen einer suggestiven Wirkung nicht unterschätzen, oder mit einfacheren Worten: „Der Glaube kann Berge versetzen – und vielleicht auch Wehen anschubsen... „
„Mit Liebe gezeugt - mit Liebe geboren“ ist eine aktive und vielfach praktizierte Strategie zur Wehenanregung. Diskutiert wird dabei die Wirkung der in der Samenflüssigkeit angereicherten Prostaglandine des Mannes, die nach dem Geschlechtsverkehr am Muttermund der Frau ihre Wirkung entfalten sollen. Additiv soll das durch die Stimulation der Brustwarzen ausgeschüttet Hormon „Oxytocin“ Kontraktionen auslösen. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung zur Wirksamkeit der Methode, wollen wir Ihnen hier bewusst vorenthalten und erwähnen, dass Paare, die kurz vor der Entbindung keine Lust auf Geschlechtsverkehr haben, wissenschaftlich gesehen kein Versäumnis provozieren. Manche Paare versuchen es pragmatisch mit gemeinsamem Treppensteigen, andere nehmen lieber Substanzen, wie Kaffee, schwarzer Tee, Cola, chininhaltige Getränke (Bitter Lemon, Tonic Water), Himbeer- oder Brombeertee , Eisen- oder Wermutkraut; spezielle Aromaöle aus Ingwer, Zimt, Rosmarin oder Nelke ein. Ein sogenannter „Wehencocktail“ (er enthält Rizinusöl, Orangen- oder Aprikosensaft, Mandelmus, Eisenkraut und ggf. Sekt) sind, wie auch der in unserer Zeit unpopuläre Einlauf,  durchaus valide Instrumente eine Wehenbereitschaft in muttermundswirksame Wehen zu wandeln. Aber Vorsicht: Eine Geburtseinleitung bedarf einer ärztlichen Indikation und sollte – wenn überhaupt – unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, um die Wirkung der angeregten Wehen auf das Kind zu beurteilen.