Qualitätspolitik


Kundenorientierung


Das Universitätsklinikum Tübingen ist gemäß § 1 des Universitätsklinika-Gesetzes vom 24.11.1997 eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts an der Universität Tübingen und erfüllt die gesetzlich übertragenen Aufgaben in der Krankenversorgung, der Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals und dem öffentlichen Gesundheitswesen.
Es unterliegt der Rechtsaufsicht des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und arbeitet eng mit der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen zur Gewährleistung der medizinischen Forschung und Lehre zusammen.

Das Hauptziel der Universitätsfrauenklinik Tübingen ist die Verbesserung der Versorgung und der Zufriedenheit der Patientinnen, der Forschung und der Lehre im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe. Unter diesem Gesichtspunkt wollen wir die Qualitätspolitik für die Universitätsfrauenklinik Tübingen als Gesundheitsanbieter für Frauen mit ihren spezifischen Krankheits- und Problemspektren in unserer Region für folgende Aspekte formulieren:

Gynäkologischer und onkologischer Bereich

Kundenorientierung im gynäkologischen und onkologischen Bereich erfolgt durch Zusammenführung und Optimierung der Komplexe Prävention, Screening, Früherkennung, Diagnostik, umfassende Therapie und Nachsorge. Wir verstehen uns als Leit- und Kompetenzzentrum in der Region sowie überregional und möchten für jede Patientin, in interdisziplinären und interprofessionellen Konferenzen einen individuellen Behandlungsplan gemäß den aktuellen Leitlinien wie zum Beispiel der Deutschen Krebsgesellschaft, den nationalen und internationalen Fachgesellschaften und dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung erstellen. Von besonderer Bedeutung ist unsere langjährige, herausragende Kompetenz bei grossen radikalen Karzinomoperationen (Exenteratio, Wertheim-Meigs, vaginale und abdominale Operationen, Ovarialkarzinomoperationen, Rezidivoperationen), bei der minimal invasiven Chirurgie, wie z.B. laparoskopische Operationen, Brustkrebsoperationen unter Einbeziehung plastisch-rekonstruktiver Eingriffe. Daneben beherrscht die Frauenklinik das gesamte Spektrum der systemischen onkologischen Therapiemassnahmen, die Therapie von Entzündungen im Genitalbereich und der Brust, der Endometriose und anderer gynäkologischer Krankheitsbilder. Jeder Patientin soll darüber hinaus - sofern sinnvoll - die Möglichkeit gegeben werden, an klinischen Therapiestudien teilzunehmen.

Erstes Iso-zertifiziertes Perinatalzentrum nach ISO 9001:2000

Der besondere Auftrag der Universitäts-Frauenklinik Tübingen als einziges universitäres perinatologisches Zentrum der Region stellt eine besondere Herausforderung in die Versorgung der Neugeborenen und unserer schwangeren Patientinnen dar.
Als Perinatalzentrum ist es unsere Aufgabe Schwangerschaften mit hohem Schwangerschafts- und Geburtsrisiko interdisziplinär zusammen mit der Intensivneonatologie, der Kinder-, Gesichts- und Kieferchirurgie, der Neurochirurgie, der Kinderurologie und anderen Nachbardisziplinen zu versorgen. Alle Schwangeren müssen jederzeit Zugang vorgeburtlichen Betreuung (Pränataldiagnostik), der Geburtsbegleitung und der nachgeburtlichen Betreuung finden.

Die Voraussetzungen der vom Gemeinsamen Bundesausschusses am 20.09.2005 verabschiedeten Vereinbarung zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Neugeborenen entsprechend Level I werden erfüllt.

Urogynäkologie

Für den Bereich der Urogynäkologie verstehen wir uns als speziell ausgewiesenes diagnostisches und therapeutisches Zentrum. Im Rahmen dieser Entwicklung - mit kontinuierlich steigenden Patientinnenzahlen haben wir die Aufgabe übernommen neue operative urogynäkologische Verfahren zu etablieren und die Ausbildung intern und extern zu gewährleisten. Die Qualität unserer Krankenversorgung basiert zum einen auf der Zufriedenheit der Patientinnen und dem nachweislichen Therapieerfolg. Zur prospektiven Untersuchung der urogynäkologischer Verfahren streben wir die Integration unserer Patientinnen in Therapiestudien an.

Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie

Die Sektion Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie betreut Paare mit ungewollter Kinderlosigkeit, führt Familienplanung durch, behandelt hormonelle Erkrankungen in der Reproduktionsphase, der Schwangerschaft, von Kindern und Jugendlichen und im Klimakterium besonders in Spezial-Sprechstunden. Die Beratung kinderloser Paare nimmt dabei einen hohen Stellenwert im Rahmen der Patientinnenversorgung ein. Zur Therapie der ungewollten Kinderlosigkeit bieten wir alle modernen Massnahmen der assistierten Reproduktion an:

Für diese Behandlungsmethoden steht ein modern eingerichtetes Labor zur Verfügung. Im Bereich Forschung werden wissenschaftliche Untersuchungen zu aktuellen Themen dieses Schwerpunktes durchgeführt. Die Sektion ist in nationale und internationale Qualitätszirkel eingebunden.

Wir sind der überzeugt, dass wir diesen Patientinnen durch ein ganzheitliches Therapiekonzept mit hoher technischer Perfektion und neuesten Methoden besonders helfen können. Unsere klinische Arbeit basiert auf langjähriger Erfahrung und orientiert sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die zufriedene Patientin steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Dazu stellen wir höchste Anforderungen an die Qualität der Krankenversorgung unter Einbeziehen gesicherter wissenschaftlicher Kenntnisse. Die Betreuung erfolgt in einer Atmosphäre einfühlender Zuwendung und Nähe, ist jedoch ebenso bestimmt von einer fachlichen respektvollen Distanz.


Kommunikation und Kooperation


Das Ineinandergreifen präklinischer, stationärer und poststationärer Versorgung erfordert eine enger Zusammenarbeit und Kommunikation mit unseren Behandlungpartnern intern und extern. Dazu gehört die transparente Darstellung unseres Leistungsspektrums und die fachliche Einbindung mitarbeitender Fachdisziplinen und zuweisender Kollegen. Sind ambulante und stationäre Versorgung optimiert, kann der Krankenhausaufenthalt effizient, wirtschaftlich und von angemessener Dauer gestaltet werden. Dies macht einen zielgerichteten Ressourceneinsatz erforderlich, die einen hohen Qualitätsanspruch mit entschlossenem Kostenmanagement verbindet (Zufriedenheit des Kostenträgers).
Einen Schwerpunkt wird zukünftig die Förderung von institutsübergreifender Kooperation darstellen, wie sie im Bereich des Interdisziplinären Brustzentrums bereits erfolgreich installiert wurde.

Forschung

Der klinische Bereich der Universitätsfrauenklinik ist eng verknüpft mit dem Forschungslabor. Diese Assoziation ermöglicht uns, den Zugang zu präklinischen Modellen zu erlangen und das Wissen der Mitarbeiter um experimentelle Ansätze zu vergrössern. Wir streben eine ineinandergreifende Kooperation zwischen klinischer und der Grundlagenforschung an.


Qualität als Führungsaufgabe


Die Einführung eines Qualitätsmangementsystems soll die Qualität unserer Leistungen sicherstellen und die beständige Verbesserung unserer Prozesse gewährleisten. Wichtig ist uns die präventive Orientierung, also die Vermeidung von Fehlern und Suche und Bearbeitung von Verbesserungspotentialen. Qualitätsverbesserungsprojekte sind implementiert, Vereinbarungen über zu erreichender Qualitätsziele sind getroffen worden. Die Klinikleitung unterstützt und fördert daher ausdrücklich das Qualitätsmanagement-System und führt die Rahmenbedingungen in Form von vermehrter Bereitstellung von Ressourcen herbei. Sie überprüft die Wirksamkeit des Qualitätsmanagement-Systems und die Gültigkeit der eingeführten Qualitätsziele unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Leitung des Qualitätsmanagements sichert den langfristigen und dauerhaften Erhalt des QM-Systems und die qualifizierte Schulung des QM-Personals. Sie legt klar Verantwortlichkeiten und Verbindlichkeiten fest und agiert als übergeordnete Kontrollinstanz.


Ziele des Qualitätsmanagementsystems sind:

  • Transparenz des gebotenen Qualitätsstandards für alle Prozessbeteiligten
  • Abstimmung der unterstützenden Prozess auf Behandlungsprozesse
  • Effizienzsteigerung in Ambulanz und auf Station
  • Definition und Umsetzung von ?clinical pathways?
  • kontinuierliche Evaluation der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Klinik zur Vorbereitung auf mögliche DMPs
  • Stärkung des Sektors Marketing und Informationspolitik
  • Sicherstellung eines ansprechenden und konkurrenzfähigen Angebots unter Berücksichtigung der Kundenerwartungen und ?zufriedenheit.
  • Befragungen zur Ermittlung der Zufriedenheit von Patientinnen, Zuweiser, Behandlungspartner, Kostenträger
  • Sicherstellung und Einhaltung fachlicher Standards
  • Schaffung von Fortbildungsangeboten
  • den Bedürfnissen angepasste Ausbildung der Mitarbeiter, räumliche und personelle Ausstattung der Bereiche
  • Unterstützung der Einflussnahme der Mitarbeiter auf Arbeitsgestaltung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen
  • Kosteneinsparung und Kosteneffizienz
  • Analyse von Belegungssituation und Belegungsentwicklung vor dem Hintergrund der DRG-Abrechnung


Qualitätsziele

Qualitätsziel

das bedeutet für uns

der Erfolg wird beurteilt durch

 

Wir wollen unsere Patientinnen qualitativ hochwertig versorgen

 

  • Therapie gemäss Leitlinien der DGGG und DKG und eigener Therapiestandards
  • Darstellung der Behandlungsergebnisse durch Publikationen

 

 

  • Krankheitsfreies Leben und Überleben
  • Lebensdauer, Überleben und Remissionsdauer bei onkologischen Patientinnen
  • Evaluation und Einhalten der Qualitätsziele der verschiedenen Teilbereich

 

 

Wir wollen für unsere Patientinnen über die gesamte Behandlungskette (Früherkennung, Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge), ein optimales Behandlungsergebnis erreichen

 

  • Interdisziplinäres Expertenteam
  • Kurze Wege, möglichst unter einem Dach
  • Einsatz von modernster Technik
  • Leitlinienkonformes Vorgehen
  • Kurze Wartezeiten
  • Verfügbarkeit von psychosozialer Betreuung

 

 

  • Patientenzufriedenheit
  • Rezidivrate
  • Anteil BET
  • Lebensqualität
  • Lebensdauer
  • Quote unnötiger Biopsien

 





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