Ratgeber Blasenschwäche:

Symptomatik

Woran erkenne ich, dass ich an Belastungsinkontinenz erkrankt bin?

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass Sie - falls Sie sie benutzen - Ihre Einlagen häufiger wechseln müssen. Vielleicht haben Sie gespürt, dass sich beim Husten, Lachen, Niesen oder Heben eines Gegenstandes ungewollt Ihre Blase öffnet. Dies können erste Symptome einer verstärkten Blasenschwäche sein. 

In solchen Fällen und bei anderen Symptomen, wie beispielsweise verstärktem Harndrang, sollten Sie unbedingt aufmerksam werden. Versuchen Sie darauf zu achten, ob Sie Ihren ungewollten Urinabfluss bestimmten Zeiten oder Tätigkeiten zuordnen können. Ihr Arzt wird mit Hilfe dieser Angaben sehr viel konkreter diagnostizieren können!

Wer ist von Belastungsinkontinenz betroffen?

Grundsätzlich kann Blasenschwäche, also Belastungsinkontinenz, bei jedem und in jedem Lebensalter auftreten. Es haben sich jedoch zwei Schwerpunktgruppen herausgebildet: So hat sich gezeigt, dass die Anzahl der Erkrankungen mit zunehmendem Alter steigt und dass ältere Frauen doppelt so oft wie ältere Männer betroffen sind: Jede vierte Frau über 50 Jahren leidet an einer Form von Harninkontinenz.

Die zweite Gruppe bilden jüngere Frauen - insbesondere Leistungssportlerinnen sowie Frauen nach einer Geburt und Frauen, die unter beruflicher und / oder körperlicher Belastung stehen. Ergebnis einer dänischen Studie: von 291 befragten Leistungssportlerinnen im Alter von durchschnittlich knapp 23 Jahren plagten sich 51,9 % mit einer Blasenschwäche - vor allem Turnerinnen, Balletttänzerinnen und Aerobic-Sportlerinnen.

Eine norwegische Erhebung widmete sich dem Inkontinenzrisiko von Müttern, die natürlich entbunden haben. Danach litten zwölf Prozent der Frauen nach natürlicher Entbindung, Mütter nach Kaiserschnittgeburten nur zu knapp sieben Prozent unter Belastungsinkontinenz. Blasenschwäche ist demnach kein Einzelphänomen.