Ratgeber Blasenschwäche:

Definition



Was ist Belastungsinkontinenz?

Belastungsinkontinenz ist die häufigste Form der Blasenschwäche, der sogenannten Harninkontinenz. Dabei reicht die Kraft des Schließmuskels unter Druck nicht aus, um die Blase verschlossen zu halten.

Medizinisch spricht man von einer Verschlussstörung der Harnröhre. Für Sie als Patientin heißt das: Sie können Ihren Urin nicht mehr bzw. nicht immer halten und verlieren deshalb ungewollt Urin.

Welche weiteren Formen der Harninkontinenz gibt es?

Üblicherweise werden über die Belastungsinkontinenz hinaus drei weitere Formen der Blasenschwäche, also der Harninkontinenz, unterschieden.

Die Dranginkontinenz ist dadurch gekennzeichnet, dass Sie häufig das Gefühl haben, Ihre Blase sei voll - so voll, dass Sie es nicht bis zur nächsten Toilette schaffen.

Bei der Reflexinkontinenz sind Sie nicht in der Lage, Ihre Blasenfunktion bewusst zu kontrollieren.

Wenn Ihr Urin durch ein Hindernis nicht ablaufen kann, kommt es zum Anstieg des Drucks in Ihrer Harnblase. Der Verschluss der Harnblase kann diesem Druck nicht standhalten - man spricht hier von der Überlaufinkontinenz.

Im Falle der extraurethralen Inkontinenz kommt es auf Grund von Missbildungen der Harnröhre oder Fisteln zum Urinverlust außerhalb Ihrer Harnröhre.

Bei allen Formen der Inkontinenz ist die Blase wortwörtlich geschwächt, deshalb wird in der deutschen Allgemeinsprache meistens der Ausdruck "Blasenschwäche" anstatt "Inkontinenz" verwendet.