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Nackentransparenz-Messung (Nackenfaltenmessung, Nuchal Translucency)

Im Ultraschall kann man bereits in der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche die Nackenfalte als dunklen Streifen gut erkennen und die Breite des Streifens bestimmen. Routinemäßig in der 10-12. Schwangerschaftswoche durchgeführte Nackentransparenzmessungen während der normalen Vorsorgeuntersuchung dienen nur zur groben Orientierung. Erst zum späteren Zeitpunkt der 12.-14. Schwangerschaftswoche kann ein speziell qualifizierter Untersucher mit einem hochauflösenden Ultraschallgerät und spezieller Software der Fetal Medicine Foundation gute Aussagen treffen. Alle Untersucher der Frauenklinik Tübingen sind hierzu gesondert zertifiziert.

Unter Mitberücksichtigung des Alters der Mutter und vorangegangenen Chromosomenstörungen lassen sich über die Messung einer verbreiterten Nackenfalte ca. 80% der Feten, bei denen eine Chromosomenstörung vorliegt, identifizieren. Kombiniert man dieses Verfahren mit der Bestimmung von speziellen Stoffen im Blut der Mutter (PAPP-A, freies beta-HCG), steigt die Sicherheit auf 90%. Auch die Nachweisbarkeit des fetalen Nasenbeins soll nach neueren Erkenntnissen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Liegt eine verbreiterte Nackentransparenz bei normalem Chromosomensatz vor, so kann dies auf ein erhöhtes Risiko für einen Herzfehler beim Kind hinweisen. Bei normalem Befund der Nackenfalte ist das Risiko für eine Chromosomenstörung sehr gering. Absolute Sicherheit kann nur durch eine invasive Untersuchung (Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung) geschaffen werden.

Die Nackentransparenz-Untersuchung kann somit eine Entscheidungshilfe für oder gegen eine invasive Untersuchung sein.





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