Indikationen für eine Laparoskopie:

Endometriose

Bevorzugt wird die Endometriose endoskopisch behandelt: Die im Bauchraum verstreuten Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut, welche oft erhebliche Beschwerden bereiten, lassen sich gut minimal-invasiv entfernen.

Lesen Sie mehr zum Thema Endometriose in unserem Ratgeber Endometriose oder lassen Sie sich in unserer Sprechstunde beraten!  >> mehr Info

 

Myome

Um eine gebärmuttererhaltende Myomenukleation oder -ausschälung durchzuführen, entscheiden sich Patientin und Frauenarzt je nach Größe und Lokalisation der Myome für eine laparoskopische, hysteroskopische oder eine laparotomische Myomenukleation.

Bei der laparoskopischen Myomausschälung handelt es sich um einen minimal-invasiven Eingriff unter Zuhilfenahme der Schlüssellochtechnik.

Hierbei werden unter Narkose durch 2-3 minimale Einschnitte in die Bauchdecke bzw. den Bauchnabel ein Laparoskop (Sehrohr) und 1?2 weitere Endoskope in den mit CO2 leicht aufgeblasen Bauchraum eingeführt. Es werden nun die erkannten Myome entfernt. Hierbei ist jedoch von größter Bedeutung, dass der Eingriff durch einen erfahrenen Operateur mit Zugriff auf die modernste Technik durchgeführt wird, um eine möglichst hohe Erfolgschance zu garantieren.

Die Vorraussetzungen für diesen Eingriff ebenso wie für die hysteroskopsiche Ausschälung sind, dass die Myome eine bestimmte Größe nicht überschreiten und auch leicht zugänglich sind.   

Lokalisationen von Myomen

Hysterektomie (Gebärmutterentfernung)

Eine Entfernung der Gebärmutter ist in solchen Fällen zu empfehlen, wenn die Myome nicht hinreichend entfernt werden können, um eine relative Sicherheit vor Rezidiven zu bieten, oder die Gebärmutter durch die Entfernung der Myome ohnehin zu großen Schaden davontragen würde. In diesen Fällen sollte die gemeinsame Entscheidung von Patientin und Arzt die Entfernung der Gebärmutter, die sogenannte Hysterektomie sein. Diese kann auf verschieden Weisen ausgeführt werden: eine Gebärmutterentfernung kann als laparoskopische Hysterektomie des Gebärmutterkörpers, als vaginale Hysterektomie, als abdominale Hysterektomie oder als Kombination aus laparoskopischer und vaginaler Hysterektomie vorgenommen werden.

 

 

 

Video: Myom-Operation



Vorgehen bei der teilweisen Gebärmutterentfernung - suprazervikale Hysterektomie


Als Erstes wird von der Scheide her ein Führungsinstrument (Manipulator) in die Gebärmutter eingelegt, damit diese während der Operation bewegt werden kann. Dann wird die Bauchspiegelung durchgeführt. Der Bauchraum wird hierbei durch eine dünne Kanüle mit Luft (CO2)gefüllt um eine freie Sicht auf die Bauchorgane zu ermöglichen.

Im Bereich des Nabels wird die Optik mit der Kamera eingeführt. Im Unterbauch werden durch kleine (5-10mm) Schnitte die benötigten Operationsinstrumente eingeführt (wie z. B. elektrische Schere, Ultraschallmesser, blutstillende Klemmen usw.). Durch die Kamera wird das Bild auf Fernsehmonitoren übertragen. Die modernen Optiken und Instrumente erlauben ein sehr präzises Operieren.
So kann unter Sicht z.B. das Absetzen von Eierstöcken und Eileitern gebärmutternah auch bei hochliegenden Adnexen (Eileitern und Eierstöcken) problemlos durchgeführt und Verwachsungen zur Gebärmutter bzw. zu den Adnexen gelöst werden.

Anschließend wird der Gebärmutterkörper vom Gebärmutterhals abgesetzt. Dies erfolgt in der Universitätsfrauenklinik Tübingen mit Hilfe einer Lap-Loop-Elektrode. Der verbliebene Gebärmutterhalsstumpf wird koaguliert und dadurch verschlossen.

Da der Gebärmutterkörper nicht im Ganzen über einen kleinen Schnitt entfernt werden kann, wird die Gebärmutter mit Hilfe eines elektrischen Morcellators entfernt. Bei der Operation muss darauf geachtet werden, dass die benachbarten Organe (Darm, Harnleiter, Blase) nicht verletzt werden. Bei starken Blutungen oder schlechten Sichtverhältnissen ist es deshalb in seltenen Fällen nötig, die Operation durch Bauchschnitt zu beenden.

Der Raum, den die Gebärmutter bis zur Operation eingenommen hat, wird nach der Operation von Darmschlingen ausgefüllt.





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