Gebärmutterspiegelung (medizinisch: Hysteroskopie)

Vorgehen: Mit Hilfe des Spekulums wird die Scheide gespreizt und der Muttermund dargestellt. Der Gebärmuttermund wird mit speziellen Instrumenten festgehalten und der Gebärmutterhals (Zervix) falls nötig vorsichtig erweitert.
Anschließend wird ein 3-5 mm dünner Lichtstab (Hysteroskop) über die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Da die Gebärmutter im Normalzustand nicht entfaltet ist, wird sie durch eine spezielle Spülflüssigkeit etwas aufgedehnt und aufgefaltet.
Der Lichtstab ist über eine Videokamera mit einem Bildschirm verbunden. Der Arzt kann auf diese Weise die vergrößerte Innenseite der Gebärmutter und die Abgänge der Eileiter genau betrachten.

Bei einer operativen Hysteroskopie wird auf den Lichtstab eine Art doppelläufiges Schaftsystem (Resektoskop) aufgesetzt. Über ein Führungssystem wird dann das eigentliche Operationsinstrument in Form von dünnen Schneidschlingen, Nadeln oder einer Art Kugel (?Rollerball?) eingeführt. Diese Geräte arbeiten mit elektrischem Strom und können das Gewebe damit schneiden oder verkochen.
Polypen oder Muskelknoten können jetzt abgetragen werden.

Indikationen für eine Hysteroskopie:

Myome

Während mit der laparoskopischen Enukleation die Myome erreicht werden können, die zwischen Bauchfellüberzug und Gebärmutter liegen, wird die hysteroskopische Enukleation dann verwendet, wenn die Myome innerhalb der Gebärmutterhöhle lokalisiert sind.
Um diese zu erreichen, operiert der Frauenarzt transvaginal, d.h. ähnlich der Laparoskopie werden ein Hysteroskop durch die Scheide eingeführt um die Myome ohne Operationswunden zu entfernen. Auch dieser Eingriff ist ein minimal?invasiver und als solcher bei größtmöglicher Schonung der Patientin maximal effektiv.

 

Lokalisationen
von Myomen



diagnostische
Hysteroskopie



fraktionierte
Abrasio





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