Vorgehen: Über einen 0,3-2 cm langen Hautschnitt wird ein sogenannter Trokar in die Bauchdecke eingebracht, durch den dann mit Hilfe eines Spezialendoskops (Laparoskop), das an eine Videokamera und an eine Lichtquelle angeschlossen ist, der Bauchraum eingesehen werden kann.
Bei einer diagnostischen Laparoskopie wird nach der Inspektion des Bauchraumes das Instrument wieder entfernt und die Bauchdeckenwunde mittels Naht verschlossen.
Bei einem operativen Eingriff werden über weitere, ebenfalls 0,3-2 cm große Hautschnitte zusätzliche Instrumente eingebracht, mit deren Hilfe die Operation durchgeführt werden kann.
Bei der üblichen Methode (gashaltige Laparoskopie) wird Kohlendioxid (CO2) in die Bauchhöhle gepumpt. Bei dieser Methode können Nebenwirkungen wie Schulterschmerzen auftreten.
Vorgehen: Mit Hilfe des Spekulums wird die Scheide gespreizt und der Muttermund dargestellt. Der Gebärmuttermund wird mit speziellen Instrumenten festgehalten und der Gebärmutterhals (Zervix) falls nötig vorsichtig erweitert.
Anschließend wird ein 3-5 mm dünner Lichtstab (Hysteroskop) über die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Da die Gebärmutter im Normalzustand nicht entfaltet ist, wird sie durch eine spezielle Spülflüssigkeit etwas aufgedehnt und aufgefaltet.
Der Lichtstab ist über eine Videokamera mit einem Bildschirm verbunden. Der Arzt kann auf diese Weise die vergrößerte Innenseite der Gebärmutter und die Abgänge der Eileiter genau betrachten.
Bei einer operativen Hysteroskopie wird auf den Lichtstab eine Art doppelläufiges Schaftsystem (Resektoskop) aufgesetzt. Über ein Führungssystem wird dann das eigentliche Operationsinstrument in Form von dünnen Schneidschlingen, Nadeln oder einer Art Kugel (?Rollerball?) eingeführt. Diese Geräte arbeiten mit elektrischem Strom und können das Gewebe damit schneiden oder verkochen.
Polypen oder Muskelknoten können jetzt abgetragen werden.
Eine aktuelle Veröffentlichung aus unserer Klinik zum Thema "Endometriose-Operation" finden Sie hier