Die subtotale oder teilweise Gebärmutterentfernung (nur der Gebärmutterkörper wird entfernt, der Gebärmutterhals wird belassen) wurde früher grundsätzlich per Unterbauchschnitt ausgeführt. Seit Einführung endoskopischer Techniken (d.h. Schlüssellochoperationen) hat heute die sanfte Gebärmutterteilentfernung erneut an Bedeutung und Berechtigung gewonnen, zumal sie für die Patientin eine sehr schonende Operation mit kurzen Klinikaufenthalt (2-4 Tage) bedeutet.
Hauptindikationen für eine laparoskopische suprazervikale Hysterektomie sind Gebärmuttermyome (gutartige Muskeltumore) und eine Adenomyosis uteri interna (Vorwachsen der Gebärmutterschleimhaut in die Gebärmutterwand).
Manche Patientinnen versprechen sich vom Belassen des Gebärmutterhalses auch, dass es zu keiner Beeinträchtigung des sexuellen Empfindens kommt und dass eine Beckenbodensenkung und spätere Harninkontinenz vermieden werden können. Ein objektiver kurzfristiger Vorteil der laparokopischen Gebärmutterteilentfernung ist das geringere Ausmaß der lokalen sekundären Wundheilung. Die Wiederaufnahme sexueller Aktivität ist früher möglich und die Patientinnen fühlen sich in der Regel schneller wieder fit als nach einer kompletten Gebärmutterentfernung.
Die sanfte Gebärmutterteilentfernung erweitert und bereichert das mögliche Spektrum der Behandlung gutartiger Gebärmutterveränderungen und hat daher heute durchaus ihre Berechtigung. Sie erscheint vielen Frauen vorteilhafter und attraktiver als eine komplette Gebärmutterentfernung, jedoch muss über weitere regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchungen als auch über möglicherweise weiterhin bestehende, leichte Regelblutungen aufgeklärt werden.
(Textteile entnommen aus der Stellungsnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.v. - Stand September 2006, AWMF 015/003. ) >> zum Volltext