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Onkologische Systemtherapie an der UFK


Die Prognose bei vielen onkologischen Erkrankungen hängt neben einer zuverlässigen Diagnostik und operativen Therapie auch von der medikamentösen und strahlentherapeutischen Nachbehandlungen ab. In der Therapie des Mammakarzinoms können als neue und Prognose verbessernde Therapien Taxane für die Patientin mit axillärem Lymphknotenbefall, Aromatasehemmer für die postmenopausale hormonrezeptorpositive Patientin und Trastuzumab für die Patientin mit HER2 positivem Karzinom genannt werden.

Neue Behandlungsverfahren zu untersuchen, ist eine wesentliche Aufgabe eines onkologischen Zentrums. Nur so können für erkrankte Frauen auch weiterhin Verbesserungen in Hinblick auf Prognose und Therapie-Nebenwirkungen erreicht werden.

Ein breites Spektrum an onkologischen Studien anzubieten und möglichst viele onkologisch erkrankte Frauen in passenden Studien zu behandeln, ist daher als ein Qualitätsmerkmal eines onkologischen Zentrums zu bewerten.

Aktuell bedeutet die Teilnahme an einer onkologischen klinischen Studie in vielen Fällen die Möglichkeit neue Therapieoptionen wie Antikörpertherapie oder Therapie mit einem Tyrosinkinaseinhibitor nutzen zu können, bevor diese allgemein zugelassen werden. In klinischen Studien behandelt zu werden, ist somit auch im Sinne jeder einzelnen Patientin.
Ein Beispiel ist die zur Rekrutierung offene TEACH-Studie, in der der Tyrosinkinaseinhibitor Lapatinib in der adjuvanten Therapie bei Frauen mit HER2-überexprimierendem Mammakarzinom untersucht wird. Eingeschlossen werden können rezidivfreie Frauen, die nach einer Chemotherapie kein Herceptin erhalten haben, insbesondere auch wenn die Primärerkrankung bereits Jahre zurückliegt.

Eine Zusammenstellung der zur Rekrutierung geöffneten Studien ist auf der Hompage der Frauenklinik Tübingen zu finden >> zu den Studien


An der Universitäts-Frauenklinik Tübingen wurden in der onkologischen Ambulanz im letzten Jahr über 2500 Patientinnen betreut und in der Tagesklinik über 4600 Therapien (Chemotherapien, Trastuzumab, u.ä.) verabreicht. Vielen Patientinnen, die sich bei Ersterkrankung oder bei erster Manifestation eines Rezidivs an der Frauenklinik Tübingen vorstellen, kann eine Therapie unter Studienbedingungen angeboten werden.

Das onkologische Team wird von Prof. Dr. T. Fehm und Prof. Dr. E.-M. Grischke geleitet, die Studienzentrale von Prof. Dr. H. Seeger.

Für Fragen zu onkologischen Patientinnen steht Ihnen unter 0179-1080502 Oberärzte zur Verfügung.

Terminvereinbarungen für die Onkologische Sprechstunde erfolgen wie bisher über Frau Hofmeister, Tel.: 07071-2982236. Die Tagesklinik ist erreichbar über Tel.: 07071-2982209. Unsere Ärzte sind alternativ auch über die Pforte der UFK zu erreichen, Tel.: 07071-2982211.





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