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Kann man Brustkrebs vorbeugen?

Neben allgemein gesundheitsfördernden Maßnahmen

  • gesund ernähren
  • ausreichend Flüssigkeit aufnehmen
  • regelmäßige körperliche Aktivität / Sport treiben
  • Übergewicht vermeiden
  • nicht rauchen
  • Alkoholkonsum einschränken
  • starke Sonnenbestrahlung vermeiden

könnten für Patientinnen mit einem hohen Risiko für eine Brustkrebserkrankung (familiäre Häufung von Brustkrebserkrankungen, Gewebeveränderungen der eigenen Brust), medikamentöse Therapien zur Brustkrebsvorbeugung sinnvoll sein. Die bisher hier eingesetzten Medikamente werden aus der Behandlung der hormonabhängigen Brustkrebserkrankung übernommen (Tamoxifen, Aromatasehemmer). Ihr Nutzen für die Patientinnen mit Brustkrebs ist gesichert: vermindertes Wiederauftreten und seltenere neue Brustkrebserkrankungen. Ihre Nebenwirkungen kennen wir aus langjähriger Anwendungserfahrung. Bislang ist jedoch keines dieser Medikamente in Deutschland offiziell zur Vorbeugung einer Brustkrebserkrankung zugelassen. In der klinischen Praxis werden Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko daher nur selten medikamentös behandelt, sondern umfangreich und engmaschig mit Früherkennungsmaßnahmen kontrolliert. Ob Sie ein gegenüber der allgemeinen weiblichen Bevölkerung erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, sollten Sie mit ihrer Frauenärztin/Frauenarzt besprechen. Auf der Internet-Seite www.brustkrebsvorbeugen.de steht zudem ein Brustkrebs-Risikotest zur Verfügung. 

Brustkrebs-Präventions (Vorbeugung)-Studien

Im IBIS-II-Programm (International Breast Cancer Intervention Study Group) wird geprüft, ob es für Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko besser ist, wenn man neben den üblichen Früherkennungsmaßnahmen noch zusätzlich mit einem Medikament vorbeugt. Es ist vorgesehen, dass weltweit 10.000 Frauen am IBIS-II-Programm teilnehmen. In Deutschland werden es voraussichtlich etwa 1.000 Frauen sein. Die GBG (german breast group - eine deutsche Brustkrebs-Forschergruppe) hat durch ihr Engagement die Durchführung des IBIS-II-Programms in Deutschland ermöglicht. Die Forscher hoffen, dass die Frauen, die am IBIS-II-Programm teilnehmen, ihr Brustkrebs-Risiko um > 50 % mindern können. Ob dieses Ziel tatsächlich erreicht werden kann, werden die Ergebnisse des Programms zeigen. In Deutschland beteiligen sich rund 70 Kliniken und Praxen am IBIS-II-Programm, die bislang insgesamt 244 Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko in die Studie aufgenommen haben.

IBIS II Prävention

Internationale, multizentrische Studie mit Anastrozol versus Placebo bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko.

Entsprechend der zufälligen Zuordnung in eine der zwei Behandlungsgruppen soll fünf Jahre lang einmal täglich eine Tablette (Aromatasehemmer oder Palzebo) eingenommen werden. Die Studiendauer umfasst fünf Jahre Therapie mit der Studienmedikation und weitere fünf Jahre Nachbeobachtungszeit.

Studienziel (Auswahl): Ermittlung, ob eine vorbeugende Behandlung mit Anastrozol bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko die Entwicklung von Brustkrebs verhindern kann.

Besprechen Sie bitte mit ihrer Frauenärztin/Frauenarzt, ob die Studienteilnahme an der Brustkrebs-Präventionsstudien für Sie sinnvoll wäre.

Bei weiterführenden Fragen können auch wir Ihnen gerne weiterhelfen.

weiterführende Internet-Seiten:

www.brustkrebsvorbeugen.de

www.dgk.de/web/dgk_content/de/eingangsseite_mamma-ca.htm

www.germanbreastgroup.de/prevention.html





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