Was bringt der Tumorzellnachweis in Knochenmark, Blut und Lymphknoten?
Körperliche Bewegung und Überlebensrate nach Brustkrebs-Diagnose
In einer sog. Beobachtungsstudie, basierend auf Antworten von 2987 Frauen, wurde untersucht, ob eine körperliche Aktivität bei Frauen mit Brustkrebs das Todesrisiko durch Brustkrebs im Vergleich zu eher inaktiven Frauen vermindert. Es wurde gefunden, dass körperliche Aktivität nach Brustkrebs-Diagnose das Sterberisiko durch diese Krankheit reduzieren kann. Der größte Vorteil fand sich bei Frauen, die regelmäßig 3 bis 5 Stunden pro Woche mit einem durchschnittlichen Tempo Walking betrieben. Es gab allerdings keinen Beweis dafür, dass ein Zusammenhang zwischen höherem Energieverbrauch und größerem Überlebensvorteil besteht.
Körperliche Aktivität kombiniert mit gesunder Ernährung kann die Brustkrebs-Überlebensrate erhöhen.
In mehreren Studien wurde bisher die Wirkung der körperlichen Aktivität oder Nahrung auf die Brustkrebs-Überlebensrate untersucht, aber es gibt wenig Information über den Effekt einer Kombination. Deshalb wurde bei ca. 1.500 Frauen mit frühem Brustkrebs der Einfluss von körperlicher Aktivität bei gleichzeitiger Nahrungskontrolle untersucht, sowohl bei normalgewichtigen als auch bei übergewichtigen Frauen. Eine hohe Frucht- und Gemüseaufnahme wurde als mindestens fünf Portionen pro Tag definiert, eine hohe körperlichen Tätigkeit wurde als 30 Minuten Gehen pro Tag, sechs Tage pro Woche definiert.
Die Sterblichkeit wurde in der Gruppe mit körperlicher Aktivität und gesunder Nahrungsaufnahme um 44% gesenkt. Dies traf sowohl für normalgewichtige als auch für übergewichtige Frauen zu. Kein Vorteil fand sich bei jedoch bei Frauen, die entweder nur körperlich aktiv waren oder sich nur gesund ernährten. Der Vorteil der Kombination einer gesunden Diät und körperlichen Aktivität war am stärksten bei Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Tumor.
Körperliche Übungen verbessern die Lebensqualität bei Frauen mit Brustkrebs
Es wurden 108 Frauen, ein bis drei Jahre nach dem Ende der Brustkrebs-Behandlung, in eine Studie eingeschlossen, wobei keine der Frauen sich vor Studienbeginn mit einer regelmäßigen körperlichen Tätigkeit beschäftigt hatte. Die Studienteilnehmerinnen wurden einer der drei Gruppen zugeteilt: 1. Beaufsichtigte Aerobicübungen, 2. Beaufsichtigte leichte Dehnungsübungen und 3. Keine sportliche Übungen.
Die Aerobicgruppe hatte in einem Einzelunterricht von 50 Minuten bei einem Fachmann dreimal pro Woche für acht Wochen Übungen mit gemäßigter Intensität durchgeführt. Die zweite Gruppe wohnte ebenfalls 50-minütigen „Sessions“ bei, mit allerdings nur leichten Stretchingübungen.
Die Lebensqualität bei den Frauen in der Aerobicgruppe war deutlich verbessert gegenüber Frauen, die sich nicht sportlich betätigten. Psychologische Testparameter waren in den beiden sportlich aktiven Gruppen gegenüber der Vergleichsgruppe verbessert.