Auch wenn keine Tumorabsiedlungen mit den heutigen Untersuchungsmethoden im Körper nachgewiesen wurden, muss man doch mit einer Ausbreitung kleinster Tumorzellnester im Organismus rechnen. Um diese kleinen Ansammlungen von Krebszellen zu vernichten, werden zusätzlich zur Operation "systemische? Therapien eingesetzt, beispielsweise Medikamente.
Welche Behandlungsform eingesetzt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Insbesondere prüft der Arzt das Rückfallrisiko jeder Patientin, z. B. anhand der Hormonrezeptoren auf der Tumoroberfläche und des Krankheitsstadiums.
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Wenn es möglich erscheint, die Erkrankung vollständig zu Heilen, sprechen Mediziner von einer kurativen Behandlung. Bei einer palliativen Behandlung dagegen sollen Beschwerden gemindert, ein Fortschreiten der Erkrankung hinausgezögert werden, wenn keine Heilung möglich ist. Dies ist dann der Fall, wenn im Körper so viele Krebszellnester verteilt sind, dass sie nicht mehr vollständig vernichtet werden können. Doch auch in diesem Fall kann die Erkrankung häufig viele Jahre lang beherrscht werden.
Bereits vor der Operation sollten Sie darüber nachdenken, was Ihnen wichtig ist und was Sie wissen möchten. Was überwiegt bei Ihnen im Fall einer Brust erhaltenden Operation: Ist es die Angst vor dem Wiederkehren des Tumors in der Brust oder die Angst vor der notwendigen Strahlentherapie? Oder wiegt die Erleichterung über die erhaltene Brust diese Ängste auf? Der Chirurg wählt die Brust erhaltende Therapie nur in solchen Fällen aus, in denen die Patientin dadurch keinen gesundheitlichen Nachteil zu erwarten hat. Dennoch fühlen manche Frauen sich sicherer, wenn die gesamte Brust entfernt wird.
Informieren Sie sich bereits vor dem operativen Eingriff über die chirurgischen Möglichkeiten, eine neue Brust aufzubauen.