
Bei der Suche nach der richtigen Klinik und optimalen Therapie hilft es Ihnen vielleicht von anderen betroffenen Frauen über Ihre Erfahrungen in der Frauenklinik Tübingen zu lesen.
Diese Frauen möchten Ihre Geschichte mit Ihnen teilen in der Hoffnung, dass Sie von Ihren Erfahrungsberichten profitieren.
Hier finden Sie einige Beispiele, wie Patientinnen die Diagnostik und Behandlung am Universitätsklinikum Tübingen erlebt haben.
Ich war gerade mal 26 als man bei mir Brustkrebs auf der rechten Seite feststellte. Ich war völlig vor den Kopf gestoßen. Doch in meiner Familie und meinem Bekanntenkreis fand ich viel Unterstützung und habe die Situation auch ohne professionelle Hilfe gemeistert. In einem regionalen Krankenhaus wurde ich brusterhaltend operiert, anschließend erhielt ich eine Chemotherapie und wurde bestrahlt. 5 von den entnommenen 35 Lymphknoten waren befallen, aber keine Fernmetastasen. Hatte ich vielleicht noch einmal Glück gehabt?
Drei Jahre später entdeckte ich eine milchige Sekretion aus meiner rechten Brustwarze. Ich war verzweifelt, dachte an einen Rückfall. Von einer Brustkrebs-Freundin aus der Selbsthilfegruppe hatte ich von der guten physischen, wie auch psychischen Betreuung in Tübingen gehört. Also stellte ich mich dort in der Brustsprechstunde vor. Eine Stanzbiopsie bestätigte meinen Verdacht ? ich hatte einen Rückfall. In der senologischen Konferenz wurde mein kompletter Fall mit allen Experten besprochen. Man riet mir zu einer Brustamputation. Die Ärzte in der Brustsprechstunde erläuterten mir die verschiedenen Möglichkeiten eines Brustaufbaus. Ich entschied mich für den Latissimus-dorsi-Flap (einen Aufbau aus Eigengewebe des Rückenmuskels) und habe meine Entscheidung seither nicht bereut. Die Operation verlief sehr gut, die Operateure waren nicht nur fachlich sondern auch menschlich einzigartig. Anschließend erhielt ich eine Anti-hormontherapie.
Knapp 6 Monate später wurden bei mir Metastasen in Leber, Lunge und Wirbelsäule festgestellt. Ich konnte nicht mehr, fühlte mich leer und verlassen. Wofür hatte ich gekämpft? Doch die Ärzte des Universitätsklinikums Tübingen gaben mir auch in dieser Situation das Gefühl für mich da zu sein. Sie halfen mir die Situation zu verarbeiten, sorgten für professionelle psychologische Betreuung und Unterstützung und gaben mir immer das Gefühl alle Zeit der Welt für mich zu haben, auch wenn ich sie später zwischen den Zimmern eilen sah.
In den letzten drei Jahren habe ich eine Vielzahl von Chemotherapien und Antihormontherapien in der onkologischen Tagesklinik bekommen. Regelmäßig gehe ich in die onkologische Ambulanz zur Kontrolle und Therapie der Nebenwirkungen und der Tumorwirkungen. Dort habe ich kompetente Ansprechpartner gefunden, denen ich vertraue und die meine ganze Geschichte kennen.
Obwohl meine Metastasen wachsen, fühle ich mich nicht unglücklich. Denn ich lebe und bin glücklich im Universitätsfrauenklinikum Tübingen so viele Menschen gefunden zu haben, die meinem Lebensweg kompetent unterstützen und erleichtern.
Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder (19 weibl. + 20 Jahre männl.) und lebe mit meiner Familie in Tübingen. Zu meiner Vorgeschichte:Meine Oma mütterlicherseits verstarb an Brustkrebs, bevor ich sie kennen lernen konnte. Mit 41 Jahren verstarb meine erste Tante, mit 49 meine Mutter, dann folgten weitere drei Schwestern meiner Mutter, die jüngste war erst 34 Jahre jung! Immer war es Brustkrebs. Zwei meiner Cousinen erkrankten vor 3 bzw. 2 Jahren an Brustkrebs. Vielleicht können Sie sich vorstellen, von welcher Angst ich bisher umgeben war. Vor fünf Jahren hatte ich eine Total-Operation, Gebärmutterhalskrebs. Jetzt im Januar 2003 tastete ich in der rechten Brust einen kleinen Knoten, der vorher nicht dort war. Nachdem ich ihn eine Woche beobachtet hatte, stellte ich mich bei meinem Gynäkologen vor. Dieser schrieb mir eine Überweisung zur Mammographie nachdem auch er den Knoten getastet hatte und sich unsicher war. Im Vergleich zu meinen Mammographiebildern aus 2001 und zu den Bildern von Juli 2002 ließen sich keine Unterschiede feststellen, also ohne Befund. Der Röntgenarzt machte daraufhin einen Ultraschall der Brust. Hier zeigte sich ein Tumor mit einer Größe von 1 cm, der auf den Mammographieaufnahmen nicht zu erkennen war. Der Arzt war gleich sehr offen zu mir und meinte, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit ein bösartiger Tumor ist (, der jedoch unbedingt zur Sicherheit noch histologisch abgeklärt werden müsse. Nach etlichen Telefonaten mit Freunden, Bekannten, sogar mit meinem Chef erhielt ich die Empfehlung, mich in das Brustzentrum der Universitätsfrauenklinik Tübingen zu begeben. Dort wird immer eine Gewebeprobe vor einer möglichen Operation entnommen. Wenn operiert werden muss, bemühen sich die Ärzte, möglichst schonende Operationsmethoden anzuwenden. Außerdem haben sie dort eine sehr, sehr gute Pathologie. Also stellte ich mich in der Brustsprechstunde Tübingen vor. Das Vertrauen zu den Ärzten war von der ersten Minute da. Jeder Arzt dort bespricht sich mit dem anderen, die Behandlungen sind jeweils völlig aufeinander abgestimmt. Ein Arzt weiß, was der andere macht oder gemacht hat! Dort führte ein erfahrender Arzt eine Stanzbiopsie durch. Nach der Gewebeentnahme durfte ich wieder nach Hause.Schon am nächsten Morgen hatten wir das Ergebnis vorliegen ? es handelte sich bei meinem Tumor um einen bösartigen, genauer gesagt um ein invasives duktales Carzinom! Mit dem Arzt vereinbarte ich direkt einen Aufnahmetermin zur Operation drei Tage später. Der Oberarzt, der dann meine Brüste untersuchte, kannte meinen ?Fall? bereits aus der ?präoperativen Senologie-Konferenz? (da werden alle Fälle aus der Brustsprechstunde mit den Befunden den Operateuren vorgestellt). Wir besprachen ausführlich die Operation. Da meine Lymphknoten in allen bildgebenden Verfahren unauffällig aussahen und mein Tumor ?nur? 1 cm groß war, könne man eine brusterhaltende Operation mit Wächterlymphknotenentfernung durchführen. Allerdings müsste dann auf alle Fälle im Anschluss an die operative Therapie noch eine Bestrahlung der Restbrust durchgeführt werden und aufgrund der positiven Familienanmese müsste ich im Anschluss an die Therapie engmaschig kontrolliert werden. Ich war einverstanden. Während der Operation zeigte sich, dass zwei dem Tumor nächstgelegenen Lymphknoten an den Rändern befallen waren, so dass der Operateur noch weitere Lymphknoten entfernen musste. Als ich wieder zurück aus dem OP war, erläuterte mir der Oberarzt die Operation und beantwortete meine Fragen. Das genaue pathologische Ergebnis würde jedoch erst nach 3 Tagen vorliegen. Die weitere Therapie werde er mit mir besprechen, sobald die endgültigen pathologischen Befunde und Untersuchungsergebnisse vorliegen.Im Laufe des nächsten Tages stellte sich die Krankengymnastin bei mir vor. Ich sollte direkt mit der Krankengymnastik beginnen, um möglichst schnell meinen Arm, dessen Bewegungsfähigkeit durch die Lymphknotenentfernung noch sehr in Mitleidenschaft gezogen war, wieder gut bewegen zu können und auch um einem evtl. Lymphödem vorzubeugen. Also Krankengymnastik gleich einen Tag nach der OP trotz Drainage!Am Tag darauf wurde die Drainage entfernt. Endlich wieder frei bewegen!!!Jetzt geht?s aufwärts, dachte ich, jeden Tag ein Stückchen besser!!! Mit meiner Bettnachbarin, die am gleichen Tag wie ich in die Klinik kam, verstand ich mich auf Anhieb gut. Wir machten es uns in den folgenden Tagen ? so gut es ging ? richtig gemütlich auf unserer ?Beautyfarm?, wie wir unser Zimmer wegen der guten Betreuung und dem sehr guten Essen getauft haben. Selbst die Schwestern kamen gern in unser Zimmer!Die folgenden Tage wurden noch ein Oberbauchultraschall und eine Ganzkörperszintigramm gemacht um zu schauen, ob ich bereits Metastasen habe. Es war alles o.k. und regelrecht. Das Ergebnis der Histologie kam, wie versprochen, am 3. postoperativen Tag. Glücklicherweise war genau an diesem Tag die ?Senologische Konferenz? (Treffen aller Experten und Beratung, welche Therapie man der einzelnen Patientin empfiehlt), so dass ich schon am Abend von meinem Oberarzt über die Ergebnisse, wie auch die weitere Behandlung informiert wurde: 1. Keine Nachoperation nötig, der Tumor wurde ausreichend im Gesunden entfernt werden, d. h. keine nachweisbaren Tumorzellen an den Geweberändern. Sehr gut, dachte ich!!! 2. Eine Chemotherapie mit anschließender Strahlentherapie bliebe mir allerdings nicht erspart, da ja zwei Lymphknoten befallen waren und meine Familienanamnese dies nicht zuließe. Zudem müsse ich bei brusterhaltender Operation auf alle Fälle eine Bestrahlung der Restbrust durchführen lassen. Und weil die Hormonrezeptoren des Tumors ?positiv? seien, müsste ich nach der Chemotherapie noch 5 Jahre lang eine Tablette Tamoxifen einnehmen. 3. Außerdem würde er mich aufgrund meiner Familienvorgeschichte gern in der Beratungsstellte für hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom vorstellen. Mist, jetzt heulte ich los, dachte ich doch, ich käme um eine Chemo herum. Mein Arzt ließ mich erst "ausweinen" und tröstete mich dann. Er sagte, nur mit einer anschließenden chemotherapeutischen Behandlung und der Strahlentherapie könne man das Risiko einer Rezidivbildung auf ein Mindestmaß verringern. Schließlich sei ich doch auch sehr stark familiär vorbelastet! Einen Termin zur Vorstellung in der Onkologischen Tagesklinik (dort werden die ambulanten Chemotherapien durchgeführt) sowie in der Strahlenklinik hatte er bereits vereinbart (es war ein erstes Kennenlernen, weitere Termine vereinbarte ich direkt vor Ort). Mein erster Termin zur ambulanten Chemotherapie war o.k. Alle Ärzte und Schwestern in der Onkologischen Tagesklinik sind sehr, sehr nett und vertrauensvoll. In der Frauenklinik Tübingen steht als oberstes Gebot, neben der effektivsten und besten medizinischen Versorgung, die Erhaltung, vielleicht sogar Verbesserung der Lebensqualität jedes einzelnen Patienten!!! Dies bekomme ich bei jedem meiner Besuche dort wirklich zu spüren und fühle mich daher auch sehr sicher! Ich weiß jetzt, dass ich keine Angst mehr haben muss!
Ich bekomme eine Chemotherapie im Rahmen einer Studie (GAIN-Studie). Die Teilnahme an einer Studie wurde mir von allen betreuenden Ärzten empfohlen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben anscheindend nachgewiesen, dass Brustkrebspatientinnen, die im Rahmen von Studien behandelt wurden, im Durchschnitt länger leben und weniger Rückfälle haben, als Patientinnen, die nicht in Studien eingebunden waren. So kann ich also anderen Patientinnen durch meine Studienteilnahme helfen, gleichzeitig werde aber auch ich selbst von dieser Teilnahme profitieren.
Ich will und werde es schaffen, das weiß ich, weil ich ganz fest daran glaube und noch viel zu viel in meinem Leben machen möchte!!!
Nach drei Jahren ist mir klar, viele andere auch! Und es gibt viele Möglichkeiten der Behandlung und es ist eine Diagnose, eine Erkrankung aber kein Todesurteil!
Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten und deshalb schreibe ich hier meine Erfahrungen nieder. Vielleicht erkennen Sie sich wieder!
Also irgendwann fängt alles einmal an. Meistens wenn alles gut läuft, man hat zu Hause alles im Griff (meint man zumindest), ist mit der Arbeitsstelle zufrieden und fühlt sich pudelwohl. Doch dann muss man zur Routineuntersuchung oder der Zufall beschert einem undefinierbare Schmerzen oder man fühlt etwas, was so sonst nicht da ist und mutig wie man ist, verschiebt man den Anruf wegen der Terminvereinbarung erst mal auf Morgen. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag.
Dann aber geht es los und selbst der Perfekteste im Herausschieben hat seinen Termin. So, ..... ja wo fang ich an? Na am Anfang bei der Diagnose, einverstanden? Also:
Die Diagnose folgt dem Erlebnis, dass man etwas Undefinierbares fühlt oder vielleicht auch einen Knoten ertastet. Dann geht man - im Falle eines Knotens - zur Mammographie.
Man kommt in die Praxis und ist nach all der Wartezeit erst mal erleichtert, wenn man an die Reihe kommt.
Ja und jetzt wird's ernst, denn es ist doch etwas: nämlich Krebs. Feinfühlend wie die meisten Radiologen sind, vor allem, wenn man die Tausendste - wie ich erinnern möchte - ist, eröffnen sie einem die Diagnose mit dem Hammer "Ja, junge Frau das sieht böse aus. Das ist eindeutig Krebs. Waren Sie denn nicht bei den Routineuntersuchungen?" So liebevoll betreut fällt es jedem erst mal schwer ruhig, entspannt und vor allen Dingen cool zu bleiben! Man sieht nur noch Sterne und je nach Grad der Phantasie vielleicht auch schon mal die eigene Beerdigung vor sich. Nur so einfach ist das nun auch nicht, denn man kann heute viel machen. Und damit wird auch gleich angefangen.
Sollte es die Terminlage zulassen - was bei mir der Fall war - könnte es sein, dass man noch am gleichen Tag die folgenden Routineuntersuchungen, wie Lunge röntgen, Knochenszintigraphie und Sonographie hinter sich bringen kann um abzuklären, ob im Körper Tochtergeschwülste vorhanden sind. Und man ist unheimlich glücklich, wenn die anderen Untersuchungen ergeben, dass die Lunge, Leber etc. nicht betroffen sind. Deswegen ist es auch gut, wenn diese Untersuchungen sofort gemacht werden und man nicht erst nach Wochen einen Termin dafür erhält. Hat man jetzt weiter Glück - ja leider richtig: Glück! - kommt man in eine gute Klinik. Ich hatte Glück und bin in der Universitätsfrauenklinik Tübingen gelandet, wo man mein Karzinom, obwohl ziemlich groß, doch brusterhaltend operieren konnte. Darum bekam ich unterstützend dann eine Radiotherapie (sprich: Strahlentherapie), um mit meinen Worten ausgedrückt: Auch die letzte entartete Zelle zu zerstören. Dieser Gedankte rette mich über die ganze Therapie. Diese ist im Übrigen ganz gut zu überstehen und geht so vor sich, dass man an ca. sechs aufeinanderfolgenden Wochen an fünf Tagen in der Woche an der operierten Brust in einem oder mehreren Zyklen einige Sekunden oder Minuten bestrahlt wird. Des Weiteren habe ich die Lymphknotenentnahme so gut überstanden, so dass ich jetzt mit dem Arm kaum eingeschränkt bin. Jetzt geht das Bangen los, denn die Lymphknoten werden nach der Operation erst einmal ausgewertet und man stellt daran fest, ob sich der Krebs bereits ausgebreitet hat. In diesen Tagen lernt man dann, dass man jede Menge Lymphknoten hat und dass diese sich wie eine Art Sieb betätigen und den Körper erst mal eine Zeit davor schützen, dass sich der Krebs weiter ausbreiten kann. Andererseits dient es zur Bestimmung des Ausbreitungsgrades und so kann die Behandlungsform bestimmt werden.
Meine Diagnose lautete: ein Lymphknoten - von 13 - war befallen, was zur Folge hatte, dass ich vorsorglich 6 leichte Chemotherapien bekam: der Zyklus war folgendermaßen: eine Chemo - wie ich sie liebevoll nennen will - drei Wochen Ruhe, eine Chemo usw., falls es die Blutwerte zulassen. Die erste Chemo bekam ich kurz nach meiner Entlassung aus der Klinik. Man macht sich ein falsches Bild darüber, was die Übelkeit durch eine Chemo betrifft. Ich hätte vor lauter Hunger am liebsten das Essen meines Nachbarn gleich mitverschlungen, was mich aber nicht vor Übelkeitsattacken an den nächsten Tagen verschonte. Aber wie so vieles im Leben, auch diese Tage gingen vorbei, obwohl man sich am Anfang vorkommt, als hätte man den Mount Everest vor sich.
Da es sich bei meinem Tumor um einen Hormonabhängigen handelt, wird nun zusätzlich mit Tamoxifen behandelt. Dieses Medikament macht es einem dann auch einfach sich im Gespräch zu halten, da die Nebenwirkungen es einem jedem erleichtern für Gesprächsstoff in Richtung "Was würd ich drum geben, mal wieder durchschlafen zu können! Meine persönliche Heizung ist mal wieder angesprungen!" usw. zu sorgen. Für mich ist dies aber ein untrügliches Zeichen dafür, dass dieses Tamoxifen als Bodygard durch meinen Körper spaziert und evtl. Zellen auslöscht!
Außerdem gehe ich nun seit fast drei Jahren in unsere Selbsthilfegruppe. Das ist ein enormer Gewinn für mich. Dort habe ich viele interessante Frauen kennen gelernt. In dieser Gruppe wurde ich aufgefangen, sie konnten nachvollziehen, wie man sich ängstigen kann, obwohl man doch eigentlich gesund ist. Sie wissen wie es ist, wenn einem Kopfschmerzen plagen und man an Hirnmetastasen denken muss oder wie es ist, wenn man mal wieder vor seinen Untersuchungen steht. In meiner Gruppe (sie besteht eigentlich aus zwei Gruppen, da sich unsere erst aus der größeren vor drei Jahren gegründet hat!) gehe ich einmal wöchentlich schwimmen, einmal wöchentlich turnen, einmal im Monat haben wir jetzt eine Wandergruppe sowie eine Kreativgruppe und da sind dann noch unsere offiziellen Treffen einmal im Monat. Ach ja und die Ausflüge und und .............
Ich wünsche jedem von dem, der dies hier liest, so gut aufgehoben zu sein. Denn mit guten Freunden zusammen ist das Leben und vor allem negative Situationen viel leichter zu ertragen!
Sie haben Krebs!?
Na und? Ich auch und ICH LEBE!
Ach Gott, jetzt hat es auch mich erwischt. Das denkt wohl jede Frau, wenn sie einen Knoten tastet oder einen entsprechenden Befund von ihrem Arzt erhält.
Wir waren im Urlaub, gerade die 1. Nacht im Strandhotel in Italien und voller guter Dinge, als mein Mann diesen Knoten ertastet hat. Viele Dinge gehen einem durch den Kopf, aber irgendwie hab ich nur an eins gedacht, einen Termin bei meinem Frauenarzt zu bekommen.
Über Handy und Anrufbeantworter habe ich meine Freundin mobilisiert, dass sie für mich einen Termin beim Frauenarzt ausmachen soll. Nur nicht verrückt machen und dann - Urlaub?
Man versucht zwar die Sache zu verdrängen - Termin in 3 Wochen, aber irgendwie tastet man immer wieder - ist es noch da!!!! Um mich nur irgendwie abzulenken, habe ich gestrickt wie seit Jahren nicht - jede Minute, die wir auf dem Zimmer verbracht haben. Irgendwie haben wir knapp 14 Tage durchgehalten und sind früher nach Hause gefahren, als geplant.
Der Termin verlief genau wie ich es gedacht habe; abtasten, Ultraschall .... Stirnrunzeln? Dann Mammographie. Aber auch nach der Mammographie war ich nicht schlauer - "suspekter Knoten", der muss histologisch untersucht werden.
Mein Frauenarzt schickte mich ins Brustzentrum Tübingen.
Dort wurde eine Stanzbiopsie aus dem verdächtigen Areal gemacht. Knapp 24 Stunden später rief mich der Arzt auch schon mit dem Ergebnis an: ich hatte Brustkrebs. Bei einem ausführlichen Gespräch zusammen mit meinem Mann erläuterte er mir das weitere Vorgehen. Zunächst sollte eine Chemotherapie durchgeführt werden, um den Tumor zu verkleinern. Wir hatten Erfolg!
Der Tumor war nach der Chemotherapie nicht mehr mit der Bildgebung zu entdecken. Anschließend folgte die Amputation der Brust, danach die Bestrahlung der Brustwand. Es ging alles so schnell, und doch zogen sich die Tage und Wochen oft nur so in die Länge.
Doch ich habe alles gut hinter mich gebracht und bin froh, so eine gute Betreuung nicht nur während des Klinikaufenthaltes gefunden zu haben.