Parenchymplastiken
Kleinere Tumoren können bei entsprechender Größe der Brust recht einfach entfernt werden. Bei der Zusammenfügung des Brustdrüsengewebes (Parenchym) wird dann darauf geachtet, dass keine Einziehungen ("Dellen") entstehen. Dieses Vorgehen wird als Parenchymplastik bezeichnet.
Verschiebeplastiken

Bei der Verschiebeplastik wird ein Tumor mit der darüberliegenden Haut entfernt. Durch Verschiebung des restlichen, gesunden Haut- und Drüsengewebes wird die entstandene Lücke geschlossen und die Brust neu geformt. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für Tumoren in der unteren Hälfte der Brust.
B-Plastiken

Die B-Plastik ist eine leicht geänderte Verschiebeplastik, bei der die Schnittführung nicht gerade, sondern B-förmig verläuft.
Reduktionsmastopexien

Auch relativ große Tumoren können bei großen Tumoren vollständig entfernt werden und dennoch brusterhaltend operiert werden. Das Ergebnis ist hierbei eine Brustverkleinerung. Die gesunde Seite muss anschließend in ihrer Größe angepasst werden.
Myocutane Lappenplastiken (Latissmus-dorsi-Flap, TRAM)
Jahr 2006:
47 (2005:20)
Latissmus-dorsi-Flap + DIEP-/TRAM-Flap
Es besteht weiter die Möglichkeit, dass Defekte, die nicht mit dem restlichen Brustgewebe überdeckt werden können, mit Muskelanteilen und Hautgewebe aus dem Bereich des Rückens gedeckt werden. In der Regel wird dann der große Rückenmuskel (Musculus latissimus dorsi) verwendet. Meist wird zusätzlich ein Implantat eingegliedert.
Vorgehen bei der Myocutanen Lappenplastik
Der Muskel am Rücken wird teilweise oder ganz mitsamt der darüber liegenden Haut abgelöst, aber nicht vollständig abgetrennt. Er bleibt mit dem versorgenden Blutgefäß aus der Achselhöhle verbunden. Der Chirurg schafft einen Tunnel unter der Haut der Achselhöhle und zieht den Muskel-Haut-Lappen nach vorne durch. Das Rückengewebe, das nun die neue Brust bildet, wird über den verbleibenden "Gefäßstiel", der Blutgefäße und Nerven enthält, weiter durchblutet und versorgt.
Thorakoepigastrische Lappenplastiken
Hierbei wird das Gewebe für die Defektdeckung aus dem Unterbauch gewonnen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die Brust vollständig durch körpereigenes Gewebe ersetzt werden kann. Allerdings ist die hiermit verbundene Operation eine große Belastung für die Patientin, die Bauchdecke bleibt dauerhaft geschwächt, der Nabel muss in die operierte Bauchdecke neu eingepflanzt werden.
Vorgehen bei der Thorakoepigastrischen Lappenplastik
Beim Abtrennen des Muskels zusammen mit Unterhautfettgewebe und Haut bleibt ein ?Stiel? erhalten, durch den die Blutgefäße verlaufen, die das Gewebe durchbluten. Der abgelöste Lappen wird durch einen Tunnel unter der Haut in Richtung Brust verlagert. Die Blutgefäße aus dem "Stiel" sorgen für die Durchblutung, bis die Ersatzbrust vollständig angewachsen und verheilt ist. Der Gewebeverlust in der Bauchwand kann durch ein stabilisierendes Kunststoffnetz ausgeglichen werden.