Basisuntersuchungen Spezielle Untersuchungen der Brust Untersuchungen zur Stadieneinteilung TNM-Klassifikation und Grading Knochenmarkspunktion
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Körperliche Untersuchung/ Arztgespräch (Anamnese):Die erste körperliche Untersuchung dient dazu, ein allgemeines Bild von Ihrem Körper zu gewinnen und mögliche Krankheitszeichen zu erkennen. Hierbei wird unter anderem Ihre Brust gründlich abgetastet, um die Größe und Lage eines eventuell festgestellten Brusttumors beurteilen zu können. Auch die Achselhöhle wird gründlich abgetastet, um potentiell vergrößerte Lymphknoten zu entdecken. Im Gespräch erfragt der Arzt weitere Informationen, die ihm bei der Diagnosestellung und späteren Therapieplanung helfen.
Laboruntersuchungen Hierbei wird ihr Blut auf viele verschiedene Eigenschaften untersucht. Diese Eigenschaften geben dem Arzt Auskunft darüber, wie Ihre Niere und Leber, aber auch andere Organsysteme ihres Körpers funktionieren.
Mammographie
Die Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust. Durch die Röntgenaufnahme kann der Arzt genauer feststellen, ob es sich bei dem getasteten Knoten um Brustkrebs oder um eine andere Art von Erkrankung handelt. Näheres zu Mammographie
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Am Brustzentrum Tübingen wird die Mammographie mit dem Gerät Mammomat 3000 von Siemens durchgeführt. In Betrieb sind eine digitale und eine konventionelle Mammographieeinheit. Im Jahr 2005 wurden im Uniklinikum Tübingen 6 641 Mammographien durchgeführt. Alle Befunde werden von einem Fach- bzw. Oberarzt abgezeichnet, suspekte Fälle werden zudem interdisziplinär im Senologischen Kolloquium besprochen. |
Die Mammasonographie ist eine Untersuchung der Brust mittels Ultraschall. In Ergänzung zur Mammographie spielt die Mammasonographie die wichtigste Rolle bei der Abklärung auffälliger Befunde. Bei manchen Frauen - vor allem bei jüngeren - sind Veränderungen in der Mammografie schwerer zu erkennen. Mit Hilfe der Mammasonographie können Auffälligkeiten in der Brust weiter beurteilt und abgeklärt werden. Näheres zur Mammasonographie
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Im Jahr 2005 wurden im Brustzentrum Tübingen mehr als 8 000 Mammasonographien durchgeführt. |
Kernspintomographie Die Magnet-Resonanz-Tomografie wird vor allem eingesetzt, wenn nach den bisherigen Untersuchungen noch Unklarheiten über den Befund bestehen. Bei diesem Verfahren werden mit Hilfe eines starken Magnetfeldes Schnittbilder des Körpers angefertigt. Somit entsteht bei dieser Untersuchung keine Strahlenbelastung. Bei der Darstellung der Brust ist die Gabe eines speziellen Kontrastmittels über die Vene nötig.
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Am Brustzentrum Tübingen wird der Kernspintomograph Gyroscan Intera 1,5 Tesla der Firma Philips verwendet.
Im Jahr 2005 wurden im Uniklinikum Tübingen 734 Kernspinuntersuchungen der Brust durchgeführt. |
Galaktografie (Milchgangsuntersuchung)
Mit Hilfe eines dünnen Plastikschlauchs wird Kontrastmittel in den Milchgang gespritzt und anschließend eine Mammografie durchgeführt. So können Veränderungen im Milchgang dargestellt werden. Eine Galaktografie wird durchgeführt, wenn die Brustwarze Flüssigkeit absondert und nicht klar ist, warum.
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Im Brustzentrum Tübingen werden pro Jahr an die 70 Galaktografien durchgeführt. |
Biopsie
Unter einer Biopsie versteht man die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem verdächtigen Gewebe. Nur die mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe der Brust kann endgültig Klarheit darüber geben, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Am Brustzentrum Tübingen erhalten Sie durch eine Gewebeprobe innerhalb von 24 Stunden ein Ergebnis. Die Biopsie ist ein sehr sicheres, risikoarmes Untersuchungsverfahren, bei dem auch keine Tumorzellen "verschleppt" werden können.
Mehr Infos Verfahren der Biopsie
Mehr Infos Histologie und Zytologie
Mehr Infos Sie sind auf der sicheren Seite
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Im Brustzentrum Tübingen wurde im Jahr 2005 in 94% der Fälle die Dignität, d.h. Gut-/ Bösartigkeit, erfolgreich vor der Tumorentfernung abgeklärt.
In unserer pathologischen Abteilung arbeiten Fachärzte mit mehr als 13 Jahren Berufserfahrung. Im Jahr 2005 wurden mehr als 1 800 Schnellschnitte befundet. Hierbei dauert es 10-15 Minuten vom Zeitpunkt der Versendung aus dem OP bis zur Durchgabe des Ergebnisses. |
Bei Brustkrebs muss nicht nur die Größe des ursprünglichen Tumors und die Zahl der befallenen Lymphknoten untersucht werden, sondern auch die Frage geklärt werden, ob sich der Tumor schon in andere Organe ausgebreitet hat. Zum Ausschluss von Tumorabsiedlungen erfolgen folgende Untersuchungen:
Durch die Ultraschalluntersuchung des Bauches gewinnt der Arzt ein Bild von Ihren Organen. Dieses Verfahren dient dazu, unklare Befunde weiter abzuklären und mögliche Hinweise auf Metastasen z.B. in der Leber zu finden.
Röntgen-Thorax
Ein Röntgenbild des Brustkorbs kann Auskunft darüber geben, ob Metastasen in der Lunge vorliegen. Vor einer Operation liefert ein Röntgenbild zudem wichtige Informationen für die Narkose.
Skelettszintigramm
Das Skelettszintigramm dient dazu, Knochenmetastasen zu finden. Falls Metastasen vorhanden sind, kann mithilfe von Röntgenbildern entschieden werden, ob diese operiert oder bestrahlt werden müssen, um Knochenbrüche zu verhindern. Mehranreicherungen im Skelettszintigramm können verschiedene Ursachen haben wie z.B. Abnutzungserscheinungen im Bereich der Gelenke, gesteigerter Knochenumbau nach einem Bruch. Daher ist eine Röntgenuntersuchung der Mehranreicherung im Skelettszintigramm zur weiteren Beurteilung erforderlich.
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Im Jahr 2005 wurden im Brustzentrum Tübingen 1 000 Skelettszintigraphien durchgeführt.
Dadurch, dass alle Befunde bei uns interdisziplinär vor und nach einer Therapie in unserer senologischen Konferenz (3 mal pro Woche) mit allen Spezialisten, wie Pathologen, Radiologen, Gynäkologen, Onkologen, Strahlentherapeuten besprochen werden, bieten wir Ihnen die höchst mögliche Sicherheit und eine individuelle Therapie. |
Schon seit langem gibt es eine weltweit einheitliche Stadieneinteilung bei Brustkrebs, die in ähnlicher Weise auch bei anderen Krebserkrankungen angewendet wird - das so genannte TNM-Schema.T - steht dabei für die Ausdehnung des Primärtumors, d.h. für die Tumorgröße. Je höher die Zahl nach dem T, desto größer ist der Tumor.
N - steht für die befallenen Lymphknoten (Nodus = Knoten). Je höher die Zahl nach N, desto weiter ist der Befall der Lymphknoten fortgeschritten.
M - steht für Absiedlungen (= Metastasen). Gemeint sind hier Fernmetastasen, die weiter entfernte Bereiche des Körpers befallen haben.
Auch anhand des entnommenen Brustgewebes können wichtige Informationen gewonnen werden. Je weiter der Ausreifungsgrad der Tumorzellen ist, desto weniger schnell wachsen die Tumoren in der Regel. Den Ausreifungsgrad bestimmt der Pathologe nach der Biopsie. Er nimmt ein sogenanntes Grading vor. Damit unterscheidet er den Ausreifungsgrad der Tumorzellen von gut (G1) über mäßig (G2) bis schlecht ausgereift (G3). Je schlechter ausgereift die Zellen sind desto intensiver sollte dann auch die Therapie sein, um die weitere Ausbreitung zu bremsen.
Tumormarker sind Stoffe(Oberflächeneigenschaften, Enzyme etc.), die vom Tumor produziert werden. Bei Patienten ohne Metastasen (Absiedlungen) wird der Tumormarker im Blut als Ausgangswert bestimmt. Anschließend können Ihre behandelnden Ärzte anhand des Tumormarkers eine Aussage über den weiteren Verlauf der Erkrankung, über das Ansprechen auf bestimmte Behandlungen und die weitere Prognose machen. Bei Nachweis von Metastasen und erhöhten Tumormarkerwerten ist eine Kontrolle der Therapie unter anderem durch Tumormarkerbestimmung in bestimmten Abständen möglich.
Die Mammographie ist heute dank modernster Technik als digitales Verfahren mit einer sehr geringen Strahlenbelastung verbunden, so dass Sie keine schädlichen Folgen befürchten müssen. Die einmalige Dosis einer Mammographie entspricht ungefähr der Strahlenbelastung eines einwöchigen Aufenthaltes im Gebirge über 2 000 Meter.
Das digitale Bild kann nachbearbeitet werden, einzelne Bereiche vergrößert oder mit verstärkter Kompression aufgenommen werden. Anschließend werden die Bilder nach strengen Leitlinien unter Verwendung von gängigen Klassifikationen befundet. Bei der Befundung wird ein Bild stets von zwei Fachärzten unabhängig beurteilt.
Mit einer Ultraschalluntersuchung ist keine Strahlenbelastung verbunden, so dass sie beliebig oft wiederholt werden kann. Dennoch soll und kann eine Ultraschalluntersuchung der Brust die Röntgenuntersuchung nur ergänzen, nicht ersetzen!
Gewebeentnahme durch Operation |
Die "offene" Biopsie erfolgt in Narkose in einem Operationssaal, die einen ambulanten bzw. kurzen stationären Aufenthalt erforderlich macht. Nach dem Eingriff entsteht im Innern der Brust eine Narbe, die die weitere Beurteilung in der Mammografie erschweren kann. Der verdächtige Bereich kann vollständig entfernt werden. | Feinnadelpunktion |
Bei der Feinnadelpunktion wird unter Utraschallsicht eine sehr dünne Nadel in den tastbaren Knoten eingeführt und einige Zellen mit einer Spezialspritze entnommen. Diese Untersuchung verursacht in etwa soviel Schmerzen wie bei einer Blutabnahme. |
Stanzbiopsie/ Hochgeschwindigkeitsbiopsie |
Unter Ultraschallsicht wird eine Stanznadel in örtlicher Betäubung mit hoher Geschwindigkeit durch das verdächtige Gewebe geschossen. Hierbei muss der Knoten nicht tastbar sein. |
Stereotaktische Vakuumbiopsie (Mammotome) |
Bei diesen Verfahren wird unter mammographischer, sonographischer oder kernspintomographischer Sicht eine Biopsie mit Hilfe einer Stanznadel entnommen. Mammotome ist der Name eines speziellen Geräts, mit dem solche Gewebeentnahmen aus der Brust durchgeführt werden können. Wird die Nadel gedreht, kann Gewebe rings um die Einstichstelle entnommen werden. Veränderungen bis zu einem Durchmesser von 2 Zentimeter können so vollständig entfernt werden. Da die Mammotome-Biopsie in der Brust keine Narben hinterlässt, markiert der Arzt die Entnahmestelle mit einem kleinen Metallclip, um sie später problemlos wiederzufinden. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Vorteile der Mammotome-Biopsie: |
Das entnommene Gewebe wird im Labor weiter aufbereitet, damit Zellen oder bestimmte Strukturen unter dem Mikroskop besser zu erkennen sind. Dazu werden die Proben z. B. angefärbt oder markiert. Wird ein in hauchdünne Scheiben geschnittenes Gewebestück unter dem Mikroskop untersucht, spricht man von einer histologischen Untersuchung, bei einzelnen Zellen von einer zytologischen Untersuchung.
Am Brustzentrum Tübingen erfolgt die Diagnostik des Mammakarzinoms durch eine optimale Kombination von herkömmlichen und innovativen Methoden unter ständiger, leitlinienbasierter Qualitätssicherung. Die besondere Herausforderung in der Diagnostik kann nur fächerübergreifend unter Einbeziehung von Spezialisten der Gynäkologie, Radiologie, Pathologie, Strahlentherapie, Hämatoonkologie und Genetik erfolgreich funktionieren.
Am Brustzentrum Tübingen profitieren die Patienten von Bildgebender Mamma-Diagnostik, bildverfahrensgestützten Punktions- und Biopsie- sowie Markierungstechniken in der Mammographie, Sonographie und Magnetresonanztomographie. Neben den wichtigen bildgebenden Verfahren in der Brustdiagnostik wie Mammographie, Sonographie und Kernspintomographie stehen im Brustzentrum Tübingen auch sämtliche konventionellen radiologischen Untersuchungen, die Computertomographie (CT), die PET-CT, die Ganzkörper-Magnetresonanztomographie und die Skelettszintigraphie für die weiterführende Diagnostik zur Verfügung. Da der Verlauf einer Brustkrebserkrankung durch den Zeitpunkt der Diagnosestellung wesentlich geprägt wird, kommt der Früherkennung eine Schlüsselstellung in der Bekämpfung von Brustkrebs zu.
Minimal invasive Biopsieverfahren in Kombination mit konventioneller Bildgebung ermöglichen heute, dass zunehmend noch nicht tastbare Mamma-Karzinome in therapeutisch sehr günstigen Stadien entdeckt werden können. Auch bei einem therapeutischen Eingriff kann die Operation, unter anderem dank des neuen Wächterlymphknoten-Verfahrens so gering wie möglich gehalten werden. Dadurch wird die Belastung für die Patientin weiter reduziert, ohne ein höheres Risiko einzugehen.
Bitte besuchen Sie bei Fragen oder Erkrankungen der Brust unsere Brustsprechstunde! Der Weg zu uns
Bringen Sie bitte alle alten u. neuen Röntgenbilder der Brust und deren schriftliche Befunde, ggf. Op-Berichte, Arztberichte und andere Befunde mit.
In der Brustsprechstunde vervollständigen wir die eventuell noch fehlenden Untersuchungen und besprechen gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen. Sollten wir bei Ihnen einen Tumor (Knoten) in der Brust feststellen, so garantieren wir Ihnen, dass dieser zeitnah operativ entfernt wird. Unter Einbeziehung von Spezialisten der Gynäkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Hämatoonkologie und Genetik des Universitätsklinikums Tübingen stellen wir Ihnen alle diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung.
Sie profitieren von einer interdisziplinären Konferenz, bei der jeder Befund vor und nach einer Therapie gemeinsam besprochen wird und eine individuelle Therapieentscheidung mit der Patientin gemeinsam getroffen wird. Diese Konferenzen finde 3 mal pro Woche statt mit Pathologen, Gynäkologen, Radiologen, Onkologen und Strahlentherapeuten.
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T0: Kein Tumor in der Brust nachweisbar Tis: Nicht invasiver, d.h. noch nicht in umgebendes Brustgewebe eingewachsener Tumor |
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T1: Der Tumor misst weniger als 2 cm T2: Der Tumor ist in der größten Ausdehnung größer als 2 cm, aber kleiner als 5 cm T3: Die größte Ausdehnung des Tumor beträgt mehr als 5 cm, aber weniger als 10 cm T4: Der Tumor ist unabhängig von seiner Größe bereits über das Brustgewebe hinaus in Brustwand oder Haut eingewachsen |
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N0: Keine tastbaren Lymphknoten in der Achselhöhle auf der Seite des Tumors N1: Tastbare, d.h. wahrscheinlich befallene, aber noch verschiebbare Lymphknoten in der Achselhöhle N2: Axilläre Lymphknoten, die untereinander oder an anderen Strukturen festgewachsen und daher nicht mehr verschiebbar sind N3: Die Lymphknoten entlang der inneren Brustarterie sind befallen oder eine Schwellung des Arms deutet auf eine Abflussstörung im Lymphsystem hin
[Translate to English:][Translate to English:] N0: Keine tastbaren Lymphknoten in der Achselhöhle auf der Seite des Tumors N1: Tastbare, d.h. wahrscheinlich befallene, aber noch verschiebbare Lymphknoten in der Achselhöhle N2: Axilläre Lymphknoten, die untereinander oder an anderen Strukturen festgewachsen und daher nicht mehr verschiebbar sind N3: Die Lymphknoten entlang der inneren Brustarterie sind befallen oder eine Schwellung des Arms deutet auf eine Abflussstörung im Lymphsystem hin
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M0: Keine Fernmetastasen nachweisbar M1: Fernmetastasen vorhanden (dazu zählt auch ein Hautbefall außerhalb des Brustdrüsenbereichs)
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Steht vor dem T ein kleines p, so bedeutet das, dass die Tumorgröße vom Pathologen anhand der feingeweblichen Untersuchung des Operationsmaterials bestimmt wurde.