Familienzimmer - ein weiterer Schritt zur gelungenen Familienorientierung
Dem Wunsch vieler Paare entsprechend, können frisch gebackene Väter nun in der Universitäts-Frauenklinik Tübingen gleich mit stationär aufgenommen werden. Mit diesem Schritt baut die Frauenklinik Tübingen neben dem Konzept der Integrierten Wochenpflege ihre Familienorientierung weiter aus. Familienzimmer bedeutet aber auch ? so der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Diethelm Wallwiener ? dass selbstverständlich die Möglichkeit besteht, neben dem Vater das ältere Kind mit auf Station willkommen zu heißen.
Da die Frauenklinik auf den Wochenstationen ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer zur Unterkunft zur Verfügung stellt, können die Zweibettzimmer flexibel in Familienzimmer umgewandelt werden. Mit diesem Angebot möchte die Frauenklinik Tübingen den Familien einen besonderen Start ermöglichen. Das Ehepaar Theisen hat den neuen Service der Universitäts-Frauenklinik zusammen mit Ihrer Tochter Marie-Chiara genutzt. Gerade das gemeinsame Erleben der ersten Lebenstage ihres Kindes war eine besondere Erfahrung für die frisch gebackenen Eltern.
Maximale Sicherheit und Geborgenheit von Anfang an ist das Motto der Klinik. Wenn die Klinik auch nicht die Atmosphäre der eigenen vier Wände ersetzen kann, so soll den Wöchnerinnen ermöglicht werden, sich im Kreise ihrer Familien zu wissen. Dies schafft eine besondere Stimmung und fördert die Eltern-Kind-Beziehung in besonderer Weise. Nach Angaben des Ärztlichen Direktors bleiben die Frauen nach der Geburt im Durchschnitt 3 bis vier Tage in der Klinik. Dabei stehen vor allem die Wünsche der Wöchnerinnen im Vordergrund. Oftmals ist die Betreuung durch die niedergelassenen Ärzte und freiberuflichen Hebammen so gut vorbereitet, dass die Wöchnerinnen bereits am zweiten Tag nach Hause drängen. Wer länger bleiben möchte oder aus medizinischer Indikation länger bleiben sollte, kann sich mit dem neuen Angebot der Universitäts-Frauenklinik jetzt die Familie in die Klinik holen. Die Nachfrage nach den Familienzimmern, so Prof. Wallwiener, ist groß. Für diesen speziellen Service zahlen die Väter einen Obulus für Unterkunft und Verpflegung in der Klinik, der sich an den Hoteleriekosten der Stadt Tübingen orientiert. Ist die Anwesenheit des Vaters medizinisch indiziert, tragen die Krankenkassen die Kosten. Übrigens, wird neben dem Vater auch noch ein älteres Kind mit aufgenommen, so ist dies für die Familie mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden.